Freitag, 29. April 2016

Style me Green

Grün gilt als schwierige Farbe, wenn es um Kleidung geht. Es ist eine Frage der Nuance, der Mischung aus Blau, Gelb und anderen Tönen. Hier nun eine kleine Auswahl an kühleren und wärmeren Grüntönen. Be inspired! Welche sind eure Töne? Trägt ihr Grün?
Die Fotos sind allesamt Pinterest entnommen.

Mittwoch, 20. April 2016

Fashion Revolution Week - Abkehr von den vollen Tüten

Lebenskleidung
Fashion Revolution.Org
Diese Woche ist Fashion Revolution Week, eine globale Aktionswoche, die im Gedenken an die unschönen Realität in der Textilindustrie und im Besonderen nach dem Unglück von Rana Plaza gestartet  wurde. Eine Woche, die die Aufmerksamkeit auf einen Bereich richten soll, der von den meisten Menschen mit einem Achselzucken abgetan wird, auf die Herstellungsgeschichte von konventioneller Kleidung und somit auf mehr als 90 Prozent der global produzierten Kleidung. Ich möchte mich ebenfalls an dieser Aktion beteiligen, aber weniger im Herunterbeten von Modelabels, die "eco und fair" sind. Dazu gibt es Modeführer, Geschäfte und Onlinequellen, genügend Modeblogs und mehr. 
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Ich schreibe hier einige Gedanken auf, die mich, je länger ich Teil der grünen Mode- und Lebensstilszene bin, immer nervöser und ungeduldiger machen. Denn ich habe nicht das Gefühl, daß die Bewegung hin zu einem achtsameren Umgang mit Ressourcen schnell genug vorangeht. Schleichend würde es eher treffen. Reportagen und Beobachtungen aus dem Alltag belegen es immer wieder. Wir fühlen uns schon öko, wenn wir ein Biojoghurt kaufen, mal das Eco Shirt kaufen und das 5Euro- Shirt liegen lassen. Um im nächsten Moment doch einen größeren Einkauf beim Schweden oder ähnlichen Unternehmen zu tätigen, weil es schnell gehen muß, weil sie gerade die schöne Bluse haben und überhaupt.


Im Regelfall bestimmt der Preis,
warum es doch in die günstigen Läden und nicht in den Eco Laden geht. So schön kann dieser Laden gar nicht sein, daß nicht irgendwo im Hinterkopf eine warnende Stimme vor dem Nepp im "Ökoladen" bewahren will. Wenn man sich im Lauf der Zeit an die kellertiefen Preise gewöhnt hat, fällt es ungeheuer schwer, wieder realistischere Preise zu bezahlen. Man sollte immer bedenken, daß die Herstellung von Kleidung viele Arbeitsschritte erfordert, bevor sie im Laden hängt und daß wir immer noch von Löhnen sprechen, die arme Menschen nicht noch ärmer werden lassen. Und nicht mehr.
Modenschaufinale Ethical Fashion Show, Januar 2016


Grüne Mode ist teuer und langweilig. 
Mittlerweile kann ich unreflektierte Aussagen wie diese nicht mehr hören, denn sie spiegeln zwei Dinge wider: 1. eine grundsätzlich negative Einstellung zur einzig richtigen Produktionsweise, weil alleine ihre Existenz beweist, daß es auch anders geht. Diese "richtig gemachte" Kleidung schafft ein schlechtes Gewissen und maßt sich an, das Kaufverhalten vieler Menschen in Frage zu stellen. Und wenn man sich dazu entschlossen hat, etwas schlecht zu finden, macht man es auch schlecht. Dass es für jeden Geschmack und Anlass mittlerweile Kleidung gibt, von kleinen Designerlabels bis zu großen, geschenkt. Hier agiert man als LobbyistIn für grüne Mode, egal ob als Bloggerin, Organisation, ShopbesitzerIn oder Magazin eindeutig gegen eine Emotion, der mit Argumenten und Fakten nicht beizukommen ist.
Quelle: MDR www.sputnik.de

Liebgewonnenes Konsumverhalten
Denn dem Ganzen steht ein erlerntes und liebgewonnenes Konsumverhalten entgegen, das Tüten voll Kleidung meint und nicht das eine besondere Stück. Dieses Konsumverhalten auf öko und fair anzuwenden ist unleistbar und utopisch, das ist logisch. "Grüne Mode ist viel zu teuer, das kann ich mir nicht leisten". Ja, natürlich kann man sich das so nicht mehr leisten, man sollte auch nicht. Man muß keine ganzen Outfits shoppen. Man muß sich auch nicht komplett "ökofair" einkleiden, um ethical correct angezogen zu sein. Es mag zwar raffinierter und weniger offensichtlich shoppingausgerichtet sein, doch im Grunde bleibt es intensives Shopping, das die globalen Ressourcen belastet. Wo auch immer der Drang herkommt, sich grundsätzlich neue Stücke zu kaufen, er ist gut angelernt und kann verlernt werden, wenn wir in gut gemachten Kleidungsstücken wertbeständige Produkte sehen. Auch wenn sie schon getragen wurden.


Kleidung war schon immer ein wertvolles Gut
vom Wachsen und Werden des Materials bis zum Versäubern des fertigen Stücks. Kleidung kann erst dann wieder zu einer realistischen Größe werden, wenn wir sie nicht mehr als schnelles Produkt für kurze Zeit sehen sondern als DAS Stück, das uns die nächsten Jahre begleiten wird. Weil es genau das Teil ist, das in unserer Garderobe gefehlt hat. Weil es genau das Teil ist, das unsere Garderobe neu belebt. Weil es uns ein gutes Gefühl gibt. Weil es wichtig ist. 



Bewußt ergänzen statt Kaufrausch
Überlegt einmal, wieviel wichtige Teile ihr im Schrank habt und wieviel davon beliebige Varianten sind, die kurzlebige Launen abbilden und nicht mehr. Wer kennt denn nicht diesen "Muss ich haben-Drang", der jegliche Vernunft aushebelt? Wer lernt, Neuanschaffungen bewußt zur Verbesserung der vorhandenen Garderobe zu kaufen, hat sein Budget im Griff und kann sich endlich auch die schönen, langlebigen Teile leisten, die bisher jeden Rahmen gesprengt hätten. Und dann können wir ja noch über Secondhandmode, Selbernähen, Redesign und Kleidertausch sprechen, die den eigenen Fundus beleben. Aber das ist eine andere Geschichte. Und- Glücksgefühle lassen sich auch abseits der Jagd nach Kleidung erleben.Zum Schluß ein wahrer Spruch, den ich einmal aufgeschnappt habe: "Das grünste T-Shirt ist das, das ich nicht kaufe."



LESETIPPS!
Eine interessante Bloggerin, die viel selbst macht und repariert, die diese Aktionswoche ebenfalls zum Anlass genommen hat, über ihren Lebensstil zu schreiben, ist Widerstand ist zweckmäßig

Eine weitere Bloggerin, die genau in dieser Aktionswoche auf den Aspekt des Selbernähens eingeht, ist Flashback Summer. Den Aspekt werde ich auch noch aufgreifen.

Mittwoch, 13. April 2016

OTELO auf der MAKER FAIRE VIENNA

Weil ich das OTELO so schätze, kopiere ich hiermit den neuen Newsletter in einen Blogpost,  
damit ihr ebenfalls informiert darüber seid, dass dieses fabulöse Offene Technologielabor auf der  

MAKER FAIRE VIENNA anzutreffen sind...hier nun aus dem Newsletter..

 
Triff Otelo in vielen Facetten
auf der Maker Faire Vienna ... 

zum Beispiel Thomas mit seiner mobilen Schuhfabrik "Orthoprada":
KET - Kinder erleben Technik
Naturwissenschaft und Technik erleben für Kinder ab 3 Jahren. Ausgewählte Stationen aus dem KET Programm laden zum Experimentieren ein. Energie und Konstruktion sind Themenschwerpunkt.
STAND 218
Otelo Wien - offene Planungswerkstatt
In Wien entsteht gerade ein Otelo (Offenes Technologielabor). Derzeit sind bereits 18 Otelos in Österreich und Deutschland entstanden - überwiegend im ländlichen Raum. In Wien entsteht jetzt das erste urbane Otelo - wir sammeln Ideen!
STAND 219
Aquaponic
Aquaponic befasst sich mit Fisch- und Pflanzenzucht in einem geschlossenen Kreislaufsystem und leistet einen wichtigen Beitrag in der Lebensmittelproduktion.
STAND 220
VRS - Virtual Real Space Erkenntnisspiel
VRS bietet ein Spielsetting, das Virtual Reality in Verbindung mit Realraum bringt und Möglichkeiten bietet, dich mit verschiedenen Dynamiken der Internetnutzung zu konfrontieren.
STAND 221
3D Druckpyramide
3D Druck für Kinder. Zeichnen in Tinkercad und gleich ausdrucken. Teil der "KET - Kinder erleben Technik" Zone.
STAND 222
Orthoprada
Wir machen einen Schuh. Allerdings einen außergewöhnlichen. Der Zukunftsschuh ist Open Source und geht zusammen mit einer mobilen „Schuhfabrik“ auf die Walz. NANK- Neue Arbeit, Neue Kultur hat hier eine mobile Form der Produktion von Schuhen als Alternative zu globalisierten und ausbeuterischen Formen gestartet.
STAND 223




Fashion Made Fair- neues Buch zum Thema

von Ellen Köhrer und Magdalena Schaffrin porträtiert 33 Designer und Labels weltweit, die das Thema zeitgenössisch interpretieren: Sie kombinieren modernes Design und traditionelle Handwerkskunst, wählen innovative Materialien oder ressourcenschonende Methoden. Neben Vivienne Westwood oder Patagonia stellt das Buch auch NachwuchsdesignerInnen vor. Das Buch erscheint am 25.4.

Zu den beiden Autorinnen (Text entnommen Homepage Randomhouse):

Ellen Köhrer (Autorin): Journalistin, Reporterin und Bloggerin in Berlin. Sie schreibt über Mode, Design und Nachhaltigkeit u.a. für die Frankfurter Rundschau, Tagesspiegel, NZZ, freundin Donna, enorm und noveaux. Ihr Blog „Grün ist das neue Schwarz“ befasst sich mit dem Thema eco-faire Mode.www.gruenistdasneueschwarz.de

Magdalena Schaffrin (Autorin):Modedesignerin und Expertin für nachhaltige Mode. Sie gründete den Greenshowroom, eine Messe für nachhaltige Luxusmode während der Fashion Week Berlin, ist Creative Director der Ethical Fashion Show Berlin und eine gefragte Rednerin.
 

Montag, 11. April 2016

KJOPOOLU- Auberginencreme mit Paprika


Kjopoolu ist ein Aufstrich, mit dem ich quasi aufgewachsen bin, Meine bulgarische Mutter hat ihn regelmäßig zubereitet und damals in den Achtziger Jahren am Land für Furore gesorgt. Das Besondere an diesem Aufstrich ist der rauchige Geschmack und wenn ich an die seltenen Besuche in Bulgarien zurückdenke, ist der Duft nach angegrilltem Gemüse DER Duft, den ich mit diesem Land verbinde.

Dieser Aufstrich ist auch mein liebster geblieben. Besonders im Winter habe ich ihn gerne gemacht, um die halb eingetrockneten, verbilligten Paprikas und Melanzani/Auberginen aus dem Geschäft zu verwerten, die keiner kaufen will. Quasi Wastecooking :-)

Hinweis: Für den typisch rauchigen Geschmack braucht es direkte Hitzeeinwirkung, ich verwende hier den alten Herd, der bei uns neben der Werkstätte steht und ansonsten für Bienenwachs-Schmelzen und ähnliche Arbeiten verwendet wird. Ansonsten empfehle ich den Grill. Im Backofen werden die Auberginen und Paprikas natürlich auch gar und angekohlt aber der Rauchgeschmack ist sehr wenig ausgeprägt.

Jona`s Kjopoolu
2 Melanzani/Auberginen
2 Paprika- ein roter, ein gelber
2 Knoblauchzehen, gepresst
Petersilie, fein geschnitten

Mayonaise- selbstgemacht, gekauft, vegan- ganz nach Belieben
Joghurt
Semmelbrösel
Salz
Pfeffer

Melanzani/Auberginen und Paprika auf heiße Herdplatte legen und ankohlen lassen. Wenden, bis die Früchte rundherum erhitzt worden sind. Auskühlen lassen. Schälen. Klassischerweise in kleine Stücke schneiden und im Mörser verreiben. Ich habe sie für wenige Sekunden im Vitamix zermixt. Gemüsemasse mit Knoblauch mischen, Mayonaise einrühren, mit Joghurt abschmecken, Gewürze beigeben. Die Semmelbrösel sind dazu da, um die Masse, falls sie zu feucht ist, zu binden. Durchrühren und genießen.


Mittwoch, 6. April 2016

(M)eine Handvoll Bücher

Angeregt von Michael, der auf Experiment Selbstversorgung
12 Bücher vorgestellt hat, die seine Kollegin und ihn in ihrem Lebensstil inspiriert und bestärkt haben, mache ich das jetzt auch so ähnlich- und unterteile thematisch in Häppchen. Heute die 5 Bücher, die mich derzeit durch den Alltag und Haushalt begleiten.



The Green Kitchen Luise Vindahl und David Frenkiel
besonders schön fotografiertes Buch voller höchst wohlschmeckender Veggie- Rezepte von einem weltgereisten Paar aus Skandinavien. Bekannt geworden sind die beiden durch ihren weltberühmten Blog "Green Kitchen Stories", der für meinen Start in die Veggie-Küche vor vier Jahren enorm wichtig war. Mittlerweile ist das Buch auf Deutsch erschienen und ein weiteres Kochbuch, Green Kitchen Travels, dazugekommen.



Veggie Fast Food Clarissa und Florian Sehn

ist das letzte Veggie-Kochbuch, das ich mir zugelegt habe, um ein Buch in der Hand zu haben, das ich mit meinen Buben durchblättern kann. Hier finden sich sehr viele Rezepte, die auch für Kinder interessant sind und die man selbst gerne hat, wenn es mal mit diversen Couscousgerichten und Asia-Gemüsepfannen genug ist und man eigentlich Gusto auf einen handfesten Veggie-Burger hat. Inklusive Limonaden- und Saucenrezepten.




Ökologische Haushaltsreiniger selbstgemacht Sandra Cramm

Dazu muß ich nichts weiter schreiben, das Buch ist mein Haushaltsreiniger-Buch!





Grüne Kosmetik Gabriela Nedoma
Dieses Buch hat mir gezeigt, wie wenig Aufwand gute Pflegeprodukte für die Haut sind und wie heilsam und wirksam im Grunde schon Lebensmittel sind, die man ohnehin zu Hause hat. Wer dieses Buch liest, wird nachher keine fertigen Peelings und andere industriell gefertigte Erzeugnisse brauchen. Und jegliche Reste- von Kaffeesatz bis zum nicht leergegessenen Joghurt- mit anderen Augen sehen. Ausführlichere Rezension hier.



Das Große Buch vom Fermentieren Mary Karlin
Der Neuzugang in meiner Küche, der von Miso über eingelegtes Gemüse, Suppenwürze, Käse und vieles andere mehr beschreibt und gut nachvollziehbar erklärt. Bin schon gespannt, was ich als erstes mache, aber ich weiß, daß dieses Buch noch oft in Gebrauch sein wird.







Donnerstag, 31. März 2016

STYLE- Light colours

Schwarz, Dunkelgrau, Dunkelrot, Schoko und andere schwere Töne dürfen nun Pause machen oder werden mit hellen Farben leichter gemacht. Enjoy!

Mittwoch, 30. März 2016

Buchpräsentation am 1. April in Wels!

Es ist soweit, ich stelle mein Buch "ReDesign" vor.
Freitag, 1.April, Schubertstraße 11, Wels. SONIS LADEN.19 Uhr.
Bin schon jetzt aufgeregt und hoffe auf viele nette Menschen :-)

Übrigens, ich habe auf Facebook eine Seite für das Buch eingerichtet, wo ich zum Thema Redesign allgemein und zu meinen Aktivitäten posten werde.
https://www.facebook.com/fraujonason/timeline

Freitag, 25. März 2016

Happy Easter/Frohe Ostern

Eier färben ist jedes Jahr ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang, weil ich direkt in den kochenden Farbtöpfen "färbe". Diesmal verwendet: Curcuma, Rotbusch Tee, Holunderbeeren und dunkelblaue Lebensmittelfarbe.Alles Gute für Euch, Eure Sonja