Dienstag, 20. Dezember 2011

Zara muß 1,4 Mio. Euro Strafe zahlen

ZARA bzw der Inditex-Konzern kommen mit einem blauen Auge davon und einigen sich mit der brasilianischen Staatsanwaltschaft auf eine Strafzahlung von 1,4 MioEuro*. Vorausgegangen waren Forderungen von über 8 Mio. Euro. Zara muß seine Zulieferbetriebe stärker kontrollieren, wird für zukünftige Vergehen allerdings nicht mehr strafbar gemacht.


credit avis cardella
Kann man damit zufrieden sein? Sicher nicht. Eine Firma, die ihren wirtschaftlichen Erfolg auf ihr System von Hunderten Zulieferbetrieben stützt- und angeblich nicht weiß, welche Verhätnisse dort herrschen.
Oder anders gesagt- einer Firma, die ihren Erfolg auf dem Rücken Tausender unterbezahlter NäherInnen und ArbeiterInnen entlang der gesamten Produktionskette stützt. Dieser Firma ist es einfach unwichtig, wie produziert wird. Solange genug KonsumentInnen der verführenden Bildsprache erliegen und gerne dort kaufen- solange eine Kate Middleton und ihre reiche Schwester Pippa ihr Geld ohne schlechtes Gewissen in ebendiese Geschäfte tragen. Solange können Firmen wie diese leicht und unbeschwert leben.

Was würde geschehen, wenn sich plötzlich das Blatt wendet und ebendiesen KonsumentInnen nicht mehr egal ist, wie ihre Kleidung produziert wird? Ein reinigendes Gewitter für die Firma, Erklärungsnotstand in einer eventuell existierenden CSR/PR-Abteilung. KundInnen könnten so stark sein.



*Voraus gegangen war der im Sommer 2011 aufgedeckte Skandal in Zulieferbetrieben für ZARA. NäherInnen, die unter entwürdigenden Verhältnissen arbeiten müssen.
Siehe hier.

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