Bist Du ein Mädchen oder ein Bub?


Mode und Geschlechtertrennung von Kindesbeinen an


Da mein Junge wieder Kleidung braucht, habe ich mir diverse Modekataloge durchgeblättert um zu sehen, ob etwas für ihn dabei ist. Ein paar neue Klamotten vergönne ich ihm und meiner Geldtasche dann auch...

Mein Vorurteile gegenüber der allgegenwärtigen Massenmode hat mich aber wieder auf den Teppich der Tasachen zurückgeholt. Will ich einen Rocker mit Totenkopfleiberl oder doch einen Dschungelkämpfer, Spiderman oder Homer Simpson?

Wäre es ein Mädchen, dürfte es dann schon Prinzessin, Blumenmädchen, Girlie oder Rockerin sein. Schon lange wollte ich zu diesem Thema eine Artikel schreiben und so fange ich heute mal mit einem Weblog an:


These 1:

Es ist für die Gesellschaft sehr wichtig Menschen einzuordnen um sie so besser kontrollieren und behandeln zu können.

These 2: Frauen und Männern werden unterschiedliche Eigenschaften zugeordnet, Chancen, Rechte und Pflichten.

These 3: Dies wird am Äußeren unter anderem durch Kleidung sichtbar.

These 4: Wehe, wer dieses Schema erkennt und verlassen will!

Mädchen/ Frauen können sich inszenieren, Buben, Männer haben einen begrenzten Spielraum.
Mädchen/ Frauen werden oftmals nicht ernstgenommen, Männer im Allgemeinen schon.

Zum Thema KLeidung: Als Frau ist wirklich fast alles an Ver-Kleidung möglich, doch wie sieht es bei den Männern aus? Es werden ihnen schon von klein auf ein paar wenige Stile zugebilligt, die nichts Spielerisches haben sondern eher schon erwachsen wirken. Karohemd, Rautenpullover oder doch Cargohose? Alles aus der Erwachsenenwelt.


Mein Tipp an Menschen, die solche Kategorisierungen nicht wollen sondern ein ganzheitliches Kinderbild wollen:
Erstens, sich zu fragen, was Kinder mögen:
Meistens soll es bunt und fröhlich sein.
Bequem und pflegeleicht.
Und jetzt alle Farben, die man mag, miteinbeziehen,
von Gelb über Orange, Rosa, Pink, Türkis, Oliv, Braun...
Das Schema dadurch verlassen und "neu sehen". Was ist bunt? Was gefällt uns?
Wie kann ich es kombinieren?
Und da tut sich dann einiges....
Immer wieder krige ich von Müttern zu hören, daß sie sich schwer tun ihre Jungs "nicht so typisch" anzuziehen. Naja, ein wenig Nachdenken über dieses trennende System und dann bewußt shoppen, umändern, nähen, schenken lassen. Mehr später.
Übrigens: Die Bildersprache, die Motive auf T-Shirts, die so wahnsinnig cool herüberkommen, wie Actionhelden, Monster, Totenköpfe, die schaden alle eher. Kinder brauchen so etwas nicht.
An dieser Stelle sei die Bildersprache der Waldorf-Bewegung empfohlen.






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