cradle to cradle

Von der Wiege zur Wiege= cradle to cradle.
Das gestern bei mir hereingeflatterte neue Magazin von Biorama hat dieses Thema aufgegriffen indem sie einen der Vordenker, Michael Braungart(BRD), zum Gespräch gebeten hat. Da ich zu diesem Thema schon schreiben wollte, tue ich es hiermit um es nicht immer vor mich her zu schleppen.
Es geht darum, daß Produkte unter neuen Gesichtspunkten produziert werden.
In jedem Produkt steckt schon der Keim zum nächsten Produkt darin. Einfaches Beispiel: Ich esse Eis und schmeiße das Papierl nicht in die nächste Mülltonne sondern gleich auf die Wiese und es wachsen Blumen aus dem Papier. Oder: ein Bürostuhl, der komplett in seine Einzelteile zerlegt und wieder neu verwendet werden kann.

Ein konkretes Beispiel aus Österreich: Die Firma Backhausen produziert mittlerweile schon Stoffe, die sich, wenn man sie nicht mehr als Vorhang haben will, in ihre Bestandteile zerlegen lassen und neu verwendet werden können.
Es geht darum, Dinge zu produzieren, die nach Gebrauch als neues Produkt wieder in den Produktkreislauf zurückgeführt werden können.
Besonders gefallen hat mir Braungarts Aussage, daß wir Menschen uns mittlerweile als Schädlinge fühlen, die nichts anderes tun , als die Erde zu zerstören. Noch arbeiten wir darauf hin. Um uns und unseren Nachkommen eine lebenswerte Erde erhalten zu können, wird es an der Zeit uns als Menschen zu sehen, die "Nützliches" tun und die Welt bereichern.

Aus Sicht der Mode betrachtet sehr interessant, oder? Gibt es schon Modelabels, die in dieser Richtung nachdenken? Angesichts der Tatsache, wie wenig Labels zum Beispiel in Österreich schon als "green" zu bezeichnen sind und wie viel weiter arbeiten, als gäbe es kein Morgen, wird diese Bewußtseinsänderung noch eine ganze Weile dauern. Lustige Idee: DesignerInnen, die beim Entwerfen schon daran denken, was man nach "Nichtgefallen" noch aus dem jetzt tollen Kleid machen kann. Das setzt natürlich voraus, daß man zu den eigenen Kreationen ein entspanntes Verhältnis hat und sie nicht als den Nabel der Welt sieht.; vielmehr als Basis für Neues...?
Alternativen: Entweder selbst loslegen und sich aus Kleidung, die einem so nicht mehr gefällt etwas Neues machen- oder Mode von Recyclinglabels kaufen oder......mal nichts kaufen?
Ich sammle Labels, Blogs, etc, die in alter Kleidung, Stoffen, etc noch etwas Neues darin sehen können und stelle sie im Laufe der nächsten Monate vor( rechts in der Leiste).

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