Schuften für 42 Euro im Monat

Dank Kirsten Brodde habe ich diesen Artikel in der Süddeutschen Zeitung gefunden. Es geht um die Discounter, die billigste Kleidung anbieten und die auch gekauft werden( laut Österr. Textilzeitungwurde bei einer Umfrage die Firma KIK zur drittbeliebtesten Modeadresse Österreichs gewählt....) Ob sie Lidl, KIK, NKD oder sonstwie heißen, wer dort Kleidung kauft, sollte auch wissen, wie diese zustande gekommen ist. Daß jemand unter menschenverachtenden Bedingungen dafür arbeiten hat müssen. Hier Textausschnitte aus der SZ.

..."Schuften für 42 Euro im Monat

Sie stellen Kleider für Aldi, Lidl und Wal-Mart her - doch die Beschäftigten in den asiatischen Zuliefererbetrieben können von ihrem Lohn nicht leben.

Von D. Esslinger



Wer in Entwicklungsländern Kleider für Discounter aus den reichen Ländern schneidert, muss 60 bis 90 Stunden pro Woche arbeiten und bekommt einen Lohn, der kaum zum Leben reicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die die internationale "Kampagne für saubere Kleidung" jetzt vorstellte. Die Autoren befragten 440 Beschäftigte aus 30 Betrieben in Bangladesch, Indien, Sri Lanka und Thailand. Sie stellen Textilien für die deutschen Discounter Aldi und Lidl sowie Wal-Mart (USA), Tesco (Großbritannien) und Carrefour (Frankreich) her.

Der Untersuchung zufolge kann ein Arbeiter in der indischen Stadt Bangalore mit einem Monatslohn von umgerechnet 42 Euro rechnen, obwohl das Existenzminimum für eine fünfköpfige Familie bei 80 Euro liegt. In Bangladesch brachte ein Arbeiter 25 bis 30 Euro nach Hause, das Existenzminimum beträgt 48 Euro. Fast alle Befragten gaben an, dass unbezahlte Überstunden gang und gäbe sind..."

Wollen wir das unterstützen? Oder können es auch ein paar Teile weniger sein und die dafür hochwertig und mit "fairer" Geschichte?

Den ganzen Artikel hier nachlesen...

Mehr Informationen zu dieser Umfrage, zu Arbeitsbedingungen und einer Alternative zu Billigkleidung bietet clean clothes.

Kommentare

Silke hat gesagt…
Das waren wiedermal äußerst unschöne Schlagzeilen für lidl und co., aber ich denke fast mal, dass die mittlerweile recht resistent gegen solche Meldungen sind. Die Leute, die dort nach wie vor einkaufen, und davon gibt es ja genug, die kümmert sowas doch schon gar nicht mehr. Nach Bespitzelung, Pestiziden etc. kann sowas dann leider nicht mehr schocken. Schlimm, aber wahr...

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