The Green Showroom in Berlin- und wie wichtig die richtige Positionierung ist

Grüne Mode ist endlich kein Fremdwort mehr- und den Babyschuhen entwachsen. Die ersten Messen für diese Mode titelten noch unter "Ökomodemesse", was einen Hauch von Jute und Ökoschlapfen verbreitete. Mittlerweile hat sich das Angebot erweitert, Modelabels mit ökologischem und ästhetischem Anspruch sind entstanden und nun erhebt sich die Frage nach deren Präsentation und Positionierung.

Die
Gründerinnen von GREENshowroom aus Berlin, Magdalena Schaffrin mit ihrem gleichnamigem Label und Jana Keller mit RoyalBLUSH, fühlten sich beide an internationalen Messen fehl am Platz. Während Schaffrin auch „Öko-Messen“ ausprobierte, erlangte Keller ein internationales Repertoire im High-Fashion-Bereich. Auf den grünen Messen teilte man zwar die Vision, die aufwändige Kollektion passte jedoch, zwischen Yogabekleidung und Baumwollbeutel, nicht mit ins Bild. Im High-End Bereich wiederum stimmte zwar der modische Aspekt, jedoch fehlte das Verständnis für den hohen Aufwand, der durch nachhaltige Materialien und politisch korrekte Fertigung der Produkte entsteht. Es musste eine neue Plattform her... GREEN war geboren!

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie unsere österreichischen grünen Modemessen Ecotrend und Wearfair bislang "bestückt" sind. Viel typische Ökomode, weite Leinenkleidung und mehr- dazu ein wenig Streetwear. Ökomode deluxe fehlt noch.
Die Klientel dieser Messen besteht noch zu einem großen Teil aus LOHAS-Menschen mit alternativer Kleidung, ich hoffe aber doch auch auf die urbanen, stylishen Menschen, die sich auf solche Messen trauen und überrascht sein werden, daß es eben nicht nur die typischen Ökoklamotten gibt! Da die grüne Mode in den Kinderschuhen steckt und auch die dazugehörigen Messen, finden sich noch "Kraut und Rüben" an Modestilen auf einem Haufen. Bitte nicht abschrecken lassen und trotzdem hingehen. Es findet sich für jeden Geschmack etwas, da bin ich sicher!
picture: Minna

Kommentare

Most read