Grüne Mode in Berlin und anderswo





The Key.to in Berlin ist Geschichte, The Green Showroom, Premium Green auch. Was bleibt, sind die ersten Erfahrungsberichte/Eindrücke/ Fotos und Ideen für die Zukunft.
Resümee: stark verbesserungswürdig.
Von Designkolleginnen, MessebesucherInnen folgende Eindrücke:
völlig am Rande des Geschehens (Premium), zu grindiger Schauplatz( the key.to), fragliche Kombination von Produkten und Ausstellungsort( Hotel Adlon).

Grüne Mode kommt nicht von seinem Außenseiterimage los, so sieht es aus. Andererseits, was kann man sich am Anfang denn anderes als großes Experimentieren erwarten?
Die Ecotrend in Wien mit einem Ausstellungsort voller Barrieren( gerade die jungen, Leute mit Kind und Kinderwagen, die dann vor massenhaft Stiegen stehen) und unübersichtlichem Raumkonzept, the Green Showroom, das Luxusimage des Adlon mit fairer, grüner Mode verbinden will? Oder die Premium, die sich im Vorfeld als grüne Messe verkaufen will, dann grüne Zone völlig ins Abseits stellt, daß geschätzte 80% der BesucherInnen einfach daran vorbeigespült werden? The Key. Ziemlich unprofessionell, grindig wie gesagt, schlecht beschildert. Eigentlich ein Trauerspiel, wenn man bedenkt, wie the key. to ein großes Geheimnis um den Ort gemacht hat, um die ganze Messe- und dann ist die Resonanz so negativ...Was ist los?

Was ist daran so schwer eine zukunftsweisende, interessante, sexy grüne Modemesse auf die Beine zu stellen? Meine Theorie: Hier erleben wir die Wirklichkeit. Keine begrünte Welt, wie es in Magazinen so gerne vorgegaukelt wird. LOHAS, ökofair sein, etc wird einfach nur zur Imagepolitur verwendet- hat aber weder bei den JournalistInnen selbst noch bei den KonsumentInnen die Basis, die dieses Umdenken braucht. Einfach nur eine Modeerscheinung. Maximal ein Message- Shirt von Katherine Hamnett. Glücklicherweise wächst im Kleinen die Zahl der Menschen, die bewußt und sinnerfüllt leben will. Und stylish bitte. Geld haben sie auch bzw geben es für gute Produkte aus. Und diese kleine Menge ist auf jeden Fall nicht über einen Kamm zu scheren.

Wie auch grüne Mode in allen Stilen zu Hause ist. Von der weiten Leinenkleidung , dem Klischee schlechthin,bis zu Pret a porter, von Streetwear bis zu Outdoormode, auch hier spannt sich der Bogen über alle Bereiche; wie bei der konventionellen Mode auch. Nur wo kann sich die stylishe, progressive Mode denn dann präsentieren, wenn grüne Messen oftmals den Flair großer Welt vermissen lassen und eher den faden Mief eines überholten Modebilds ausdünsten? Mode, die sich bemüht, öko -und sozial fair zu sein, als Randerscheinung? Hoffentlich nicht mehr lange.
P.S. Die Wearfair steht im September vor der Tür, zu den AusstellerInnen, etc bald mehr
pictures:
hessnatur Blog
Sebastian Backhaus Blog
alilapics


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