INNATEX 26 vom 30. Januar bis 01. Februar 2010 Discover Green Fashion


Die Innatex steht wieder einmal vor der Tür.
Mehr als 260 Aussteller präsentieren ihr Angebot. Aus Wels sind die Schmuckkreateure Sonnleitner dort. Sie lieben diese Messe und treffen auf viele Gleichgesinnte, wie sie mir erklärten.

Es besteht kein Zweifel, daß es sich hier um eine "Naturtextilmesse"- nicht um eine Modemesse handelt; darunter viel "Alternatives" an Looks. Ich höre schon die ganzen Eco fashion- Meider die Nase rümpfen und sagen: "Na, ich habe es ja gewußt. Eco fashion, grüne Mode, organic fashion oder wie auch immer ist langweilig und meilenweit von gutem Design entfernt." Gemach, gemach.

Ein paar Designperlen haben ihre Koffer gepackt und sind von the key.to zur Innatex unterwegs. Göttin des Glücks etwa, aber auch auch slowmo(siehe Foto), die Renate Künast, die Chefin der deutschen Grünen, einkleideten. Das Foto habe ich mir vom wertvoll-Laden geliehen.

credit: wertvoll

Kommentare

Anonym hat gesagt…
jaja, grüne mode, eine augenauswischerei...

oder gibt es schon ökologisch einwandfreie stecknadeln? wird jede nähmaschine und ihre einzelteile ökol. korrekt hergestellt? wird nur mit alternativen energien produziert - stichwort strom? wird jedes mode-teil mit bio-diesel oder sonnenkraft etc. transportiert? verwendet man nur recyclingpapier für die skizzen? der bleistift, auch öko? jeder kleiderständer und Kleiderbügel? benutzt jeder "grüne" designer öko-strom, um sein handy, blackberry etc (hoff. auch aus korrekten materialien!!!)aufzuladen? werden bei den alternativen modemessen nur unbedenklichen materialien benutzt ( wieder frage nach öko-strom etc)?
sind die buffets aus nachvollziehbarer und nachhaltiger landwirtschaft? jedes glas sekt der mode-gutmenschen bio-sekt? und sind die kontrollen jedes einzelnen t-shirts auch wirklich korrekt? mittlerweile reicht es ja, "fair-trade"-etiketten (sind da alle bestandteile okay?) anzuhängen, um damit gutes geld zu verdienen.

ist dein computer, liebe frau jona&son in seinen einzelteilen ökol. korrekt?

eig. ist "grüne" mode ein etikettenschwindel, da kaum - ausnahmen gibt es gott sei dank immer - einer der verantwortlichen ein durchdachtes rund-um-paket anbieten kann. und ja, das design IST großteils fade und meilenweit von guten design entfernt, das hast du ja selbst ganz gut erkannt! deine postings sind ja ein gutes beispiel dafür(noch einen grauen pulli oder "fair-trade" t-shirt mit durchschnitts-design druck und mir kommt das k***...).
Fr.Jona&son hat gesagt…
ich habe mir schon überlegt deinen rundumschlag gegen die gesamte grüne szene zu ignorieren. erinnert er mich doch stark an die konsumentinnen, die sich auch sicher sind, daß "biolebensmittel" ein schwindel sind, daß es immer nur darum geht den konsumentinnen einfach nur das geld aus der tasche zu ziehen. wenn man wie ich "in der biobauernszene zu hause ist", hat man einen sehr guten einblick. u

diese bewegung, ob es sich nun um lebensmittel oder mode handelt, die am anfang steht, hat sicher nicht verdient einfach nur verbal angepatzt zu werden. zu glauben, daß alle designerlabels und andere aktive, nur ihr gutmenschentum ausleben und dabei noch nicht einmal grün sind und den konsumentinnen nur das geld aus der tasche ziehen wollen- ist ein wenig oberflächlich gedacht.

ich finde es schon einen fortschritt, daß es menschen gibt, denen unsere welt nicht wurscht ist. leider sind ja die wenigsten koventionell arbeitenden designer mit schönen designs nicht dazu bereit auch über das von ihnen verwendete material und ihre herkunft nachzudenken, die produktionsbedingungen seien auch noch erwähnt. deshalb höre ich dann immer wieder von modejournalistinnen und anderen, wie "schrecklich fade und unsexy" grüne mode ist. das stimmt zu einem gewissen teil.
tja, es wäre ideal, wenn sich menschen mit fortschrittlichen designideen mit ökofair bewegten kreativen treffen und zusammen arbeiten.

mittlerweile gibt es schon genug labels auf der welt, die tolles design anbieten- und auch bei stoffen, etc fair arbeiten.

daß es noch ein langer weg ist zu einer komplett fairen und sauberen material- und produktionskette, ist auch klar.

viele produktionszweige sind in europa im laufe der letzten jahrzehnte richtung asien ausgelagert worden. dazu haben wir europäischen konsumentinnen auch beigetragen.
zu themen wie buffet, etc: bei messen wie der wearfair ist ein komplett biologisches buffet selbstverständlich, für andere kann ich jetzt nicht sprechen.

weitere angriffe von dir zu kommentieren erspare ich mir. schade, daß du es so siehst, aber jeder hat seine meinung.
p.s. mein pc läuft mit ökostrom.
Fr.Jona&son hat gesagt…
ach ja, liebeR anonym, heftige kritik zu äußern ist schön und gut, nur ist es dann nicht ein wenig eigenartig dies anonym zu tun?
Anonym hat gesagt…
unangenehme fragen als verbale anpatzer angriffe zu diffamieren ist ja typisch! als konsument darf man halt nur die kohle hergeben, nachfragen nicht erlaubt!

und ja, ich lebe auch mit öko-strom, hab meine bio-bauern in naher umgebung etc. und gerade DESHALB weiß auch ich, wie viel schief läuft...
Fr.Jona&son hat gesagt…
ich mag mir nicht nachsagen lassen daß ich kritische anfragen einfach diffamiere. wie kommt anonym darauf? es ist immer wichtig kritisch zu sein. der branche aber von vonherein betrug und konsumentinnen-ausnutzen zu unterstellen, finde ich aber hart und unrichtig. vielleicht treffen wir uns in der mitte, dann fühlt sich keineR ungerecht angegriffen, okay?

ich finde es wichtig, über unsere kosumgesellschaft, firmenpraktiken und design zu reden und freue mich über jegliche kommentare dazu.
viele leserInnen kommentieren nicht gerne,was ich schade finde.
danke deshalb für deinen kommentar, der mich zwar am sonntagvormittag in seiner heftigkeit überrascht( nach ballbesuchen bin ich immer etwas derangiert), aber besser man redet über themen als gar nicht.

zum stichwort lohas gäbe es ja auch einiges kritisches anzumerken, vielleicht mache ich da einen artikel daraus...
Sabine Lydia Müller hat gesagt…
Ich kenne viele Designer von sog. "Grüner Mode" persönlich und daher weiß ich, wie engagiert diese Menschen versuchen, jeden Schritt der Produktion so zu optimieren, dass die Mensch und Umwelt nicht darunter leiden müssen. Das reicht vom Einkauf der Bio-Baumwolle über den Transport, Einsatz von regenerativen Energien bei der Herstellung der Stoffe, schadstoffreie Hangtags, CO2-Neutraliserung der Transporte, Öko-Strom im Atelier, usw. Mir tun Leute leid, die immer nur motzen, dass (noch) nicht alles otpimal läuft statt dass man mal würdigt, was schon alles gut läuft. Diese Menschen machen es sich meiner Meinung nach viel zu einfach. Ich wüsste gerne mal, was "anonym" beruflich so macht und ob das alles so absolut p.c. ist. Wichtig ist es doch, dass man erstmal bei sich vor der eigenen Tür kehrt. Wenn dann da alles blitzblank "sauber" ist, kann man sich z.B. die Mühe machen - ganz im Zeichen der Nächstenliebe - andere Menschen für diesen Lifestyle zu begeistern und natürlich auch weiter kritische Impulse zu geben. Immer dran denken: "Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein". Da fällt mir auf, diejenigen, die die Steine werfen, ob beim G8 in echt oder hier verbal machen das meist anonym. Das finde ich feige. Zudem zeugt es von einer sehr negativen Haltung, die sich auch auf die gesamte Aura von Leuten auswirkt. Ich selbst versuche meine Konumkritik möglichst fröhlich und optimistisch rüberzubringen. Ja, das geht! Also nicht „das darfst Du so nicht“, sondern eher „guck mal, was es da für tolle Konsum-Alternativen gibt“. Das ist der deutlich erfolgversprechendere Weg um echtes Umdenken bei den Menschen anzuregen.
Fr.Jona&son hat gesagt…
@ liebe frau müller
Vielen Dank für Deinen positiven Kommentar.
Natürlich sollte jedeR vor der eigenen Haustür kehren. Mühsam ist oft der Angriff von den anonymen und anderen "Kritikern" zu sagen, daß "grüne" Modedesigner es eh nicht ernst meinen, ödes Design bieten und den Leuten dann auch noch das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Ärgerlich.

Also, danke nochmals und Du hast recht. Es geht nur über positive Beispiele zeigen und selbst so leben.

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