Skandal um H&M und Wal-Mart


Wieder einmal sorgen diese Firmen für Aufregung.
Gestern wurde in einem Artikel der New York Times bekannt, daß unverkaufte Ware zerstört wird. Anstatt diese zu verschenken, wird zerschnitten, was das Zeug hält. Beim Konkurrenten Wal-Mart geht es nicht besser zu. Die Studentin Cynthia Magnus hat Säcke voll zerstörter Kleidung hinter dem H&M-Laden in New York entdeckt.

Dazu gibt es auf Anfrage natürlich keine klaren Auskünfte. Auch nicht, wenn Organisationen nach unverkaufter Ware fragen, die zu Gunsten wohltätiger Zwecke verwendet würden.

Kleidung hat bei solchen Firmen keinen Stellenwert. Wird billigst und unter unerträglichen Bedingungen produziert- wird zu Tausenden in die Geschäft gestopft, wird von den Kundinnen oft achtlos auf den Boden geworfen- keine macht sich die Mühe etwas wieder aufzuheben.
Und wenn es nicht verkauft wird, wird noch schön zerschnitten, daß nicht zufällig ein paar Arme gratis zu solchen Fetzen kommen.

Wie kann man sich in solcher Kleidung wohl fühlen? Auf Kosten unserer Natur und Menschen in Billiglohnländern?
Fühlt sich keineR schuldig sich auf Kosten anderer zu bereichern?

Also, liebe treue H&M-Kundinnen, denkt mal darüber nach. Und vielleicht startet die eine oder andere eine Kampagne für einen vernünftigen Umgang mit Kleidern und Menschen.
Dank an Maria von stylekingdom, die auf diese Neuigkeit aufmerksam gemacht hat.
UPDATE am 8.1.
Artikel SPIEGEL hier
Artikel Ecouterre hier
Artikel Huffington Post hier

Kommentare

schnellie™ hat gesagt…
Mmmmmmh, dann dürfte man nirgends wo mehr Lebensmittel oder Klamotten kaufen, weil es nämlich alle so machen!
Fr.Jona&son hat gesagt…
nein, das stimmt nicht. Man kann sehr wohl selektiv einkaufen.
Natürlich tut man sich leichter, wenn man gut verdient.
Doch man kann auch mit wenig Geld "vernünftig" leben....ich spreche aus Erfahrung.

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