Modepalast - die 2 Seiten- plus und minus

wie bei jeder messe gibt es labels, die ästhetisch und tragbar sind- und es gibt labels, bei denen man sich fragt, warum es sie überhaupt gibt. ich beschränke mich auf einige lichtblicke, die ich bei der messe erlebt habe.

zur messearchitektur: das weiße haus in der mitte war einfallsreich und führte aber  gleichzeitig dazu, daß man nur einen bruchteil der gesamten show mitbekam.





MINUS: die messearchitektur  war  zu luftig. so wirkte es eher, wie  bei einem basar gelandet - mit tausenden kleiderstangen. haufenweise kleider.   lange gesichter bei manchen ausstellenden labels. unterschiedliche kollektionen seite an seite ohne trennwand dazwischen. kraut und rüben nebeneinander.....

wo ist GREEN? der so hoch beworbene  "Spot on green" verkam zu einer schwachen glühbirne knapp vor dem erlöschen. keine rede mehr von einem "grünem pfad", der die besucherInnen durch die messe leitet, keine hervorstechende kennzeichnung der grünen labels. kein mensch konnte auf den ersten blick konventionelle von grünen labels unterscheiden.  vorher wurde den medien mit dem grünen fokus der mund wässrig gemacht, damit sie einen besonders guten grund haben über die gesamte veranstaltung schreiben.  großes minus! irgendwie drängt sich mir der eindruck auf, daß hier eine reihe von ökodesignerinnen( die dieses thema ernst nehmen) für werbezwecke benutzt wurde. für eine veranstaltung, die sich auch im grünen bereich profilieren will. so sicher nicht.


plus:
erfreuliche labels gab es viele. zum beispiel besonders die neuen herrenmodelabels und schöne damen und kinder natürlich .
an dieser stelle  nur jene labels, die ich in der kurzen zeit besuchen konnte:
liebling, masi, ica watermelon, daniel kroh, steinwidder, mija t. rosa, kontiki, alila, jooloomooloo, buamaedscha( herzallerliebst handgenähte Kindermode mit Retrocharakter), nina führer, etc. diese liste erhebt keinen anspruch auf vollständigkeit!

minus:
ärgerlich sind für mich immer wieder labels, die sich mit schlecht verarbeiteten modellen hertrauen.  hört mal, das soll kein flohmarkt sein!
wenn modelle so aussehen, als ob sie auf dem küchentisch zusammenschustert worden sind, dann hat man auf einer modemesse nichts verloren. dann sucht man sich eine schneiderin. wer dann noch die chuzpe hat, für die klamotten  "ordentlich geld" zu verlangen...frechheit.

alles in allem ist der modepalast bis auf einige ordentliche patzer eine gelungene veranstaltung für die branche, für wien, für die labels. es wurden gute umsätze gemacht. deignerinnen hatten die möglichkeit sich kennen zu lernen und auszutauschen. und die patzer......nobody is perfect, könnte man sagen.

....so, nun ein paar fotos von tollen labels, die ich sehr, sehr gerne herzeige.

Kommentare

Anonym hat gesagt…
ja, du sagst es!
doch muß ich was klarstellen:

@ ärgerlich sind für mich immer wieder labels, die sich mit schlecht verarbeiteten modellen hertrauen.

diese leute werde ja von einer "hochkarätigen" jury ausgewählt.und die jurymitgleider dürfen ja nicht einfach bei 3 hackerln aufhören.
wie sonst kommt man auf 130 labels und 130 labels heißt mehr kohle für die veranstalterinnen.
also das problem liegt ganz woanders.

für mich wars einfach viel zu viel DIY.
Fr.Jona&son hat gesagt…
nu8n, auf fotos sehen modelle ja oft eh schön aus.
und fotos werden von der jury bewertet.
keine fertigen modelle.
contact hat gesagt…
"kein mensch konnte auf den ersten blick konventionelle von grünen labels unterscheiden." GENAU DARUM GEHTS JA SONJA! PERFEKT, das ist uns also geglückt! :-)
wir wollten die MODEPALAST GREEN labels weder "ghettoisieren" noch allzu stark als "gutmenschen" hervorheben. denn alle anderen labels vor ort produzieren ja auch "small" und meist lokal und fair!
die konsumentin entscheidet meist nach dem design (siehe Palast Gespräche zum thema GREEN - video online http://www.modepalast.com/new/2010/modepalast-tv ) und deshalb wollten wir den beweis antreten, dass sich "grüne" mode nicht unterscheidet VOM DESIGN HER!

qed!!!!


es gab übrigens einen GREEN PATH! im MODEPALAST MAGAZIN und vor Ort per Wegleitsystem!

Schade, dass dir das im Trubel der Eröffnung nicht aufgefallen ist!

schön, dass du da warst, schön, dass dir auch so viel dann doch gefallen hat!
contact hat gesagt…
und noch was echt wichtiges und worauf wir pochen: der MODEPALAST ist seit 2003 ein NACHHALTIGES event! wir haben immer die architektur bereit gestellt, die dann wieder zurück gegeben oder gelagert wurde, die labels konnten mit minimalaufwand anreisen; wir supporten mit dem event die "small brands" und die "local heroes", das bewusstsein für lokales einkaufen ist extrem gestiegen (siehe shoperöffnungen im 7.bezirk!!!) UND GANZ WICHTIG: wir haben immer schon green labels dabei gehabt (kontiki, MILCH, gdg, ... etc.)
aber es wird an der zeit, auch am image der grünen mode zu arbeiten und dazu ist eine perfekt geölte PR-maschine (danke juicy pool!) des MODEPALAST genau richtig!

ist doch umso besser, wenn immer die fotos der green labels in den medien sind, umso besser, wenn es fette berichterstattung und interviews speziell mit den green labels gibt! GENAU SO KOMMT DIE MESSAGE UNTER DIE MASSEN!

oder will mir jemand widersprechen? her mit den argumenten! :-)
Fr.Jona&son hat gesagt…
mir geht es weder um ghettoisierung oder sonst was.
aber wenn man schon grüne labels hat, die hochwertiges design anbieten, dann gehört das betont.
sonst wird das ganze eine schnitzeljagd für interessierte besucherinnen.
the wild sheep hat gesagt…
maaa, tolle fotos, tolle mode ... schade dass ich nicht mit war (wahrscheinlich auch besser so, ich hätt wieder mal maßlos das konto geplündert...)
Fr.Jona&son hat gesagt…
liebes wild sheep,
bei solchen messen kann man nicht genug einkaufen.
da kommt das geld wirklich direkt zu den designerInnen , und sonst niemand!
zu keinen zwischenhändlern oder sonstwas!
und man hat besonder stücke, die nichts mit massenware zu tun haben.

Most read