Voegele und Til Schweiger- und der Preis

Wie habe ich mich geärgert, als ich die Plakate mit einem smarten Til Schweiger entlang der Strassen sah. Nicht wegen Herrn Schweiger. (Und es sei angemerkt, daß ich Herrn Schweiger als Platzhalter sehe. Stellvertreter all jener Prominenter, die Werbung für fragwürdige Firmen und Produkte machen.)

Nein, wegen der Marke, für die er lässig Werbung macht. Charles Voegele, eines der günstigen Modeanbieter, hat er sich ausgesucht.Und verdient Unsummen von Geld.

Von einer Firma bezahlt, die  hart kalkuliert und den ArbeiterInnen in Bangladesh nur  den Mindestlohn bezahlt. Was bedeutet, daß das Einkommen nur ein Drittel der Lebenshaltungskosten abdecken kann. Obwohl jeden Tag mehr als 10 Stunden gearbeitet wird. Bei der EVB( Erklärung von Bern) findet sich der passende Artikel. Voegele ist ein besonders krasses Beispiel einer Firma, die Unsummen für Werbung ausgibt- da dürfen es schon die Cruz-Schwestern sein oder das Sponsoring der Zurich Fashion Days- und unmenschliche Bedingungen in seinen Zulieferbetrieben zulässt. Ein weiterer Artikel über Kinderarbeit, die auch von Voegele benutzt wurde, hier.

Ein weiterer Punkt: Warum geben sich Prominente für solche Firmen her? Polieren mit ihrem Ruf ein fragwürdiges Image auf? Designen ein wenig mit. Nur wegen des Geldes? Pecunia non olet, heißt es, doch ein wenig nachdenken, woher es kommt, wäre auch nicht schlecht. Und die prominente Stimme für verbesserte Arbeitsbedingungen, für gerechtere Löhne und Umweltschutz einsetzen.

credit: Internet

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