können kritische menschen nur strategisch kaufen?

zumindest hätte man den eindruck gewinnen können, wenn man claudia langer von utopia lauscht.
bei der heutigen pk der goodgoods, bei der die junge messe einer kleinen schar von journalistInnen vorgestellt wurde. die vertreterin von utopia behauptete allen ernstes, daß alleine der strategische konsum veränderungen bewirkt. und demonstrationen "eh lieb sind" aber nicht die kraft haben, die umwälzungen anstossen können. und daß die besucherinnen der goodgoods zu diesen sexy attrativen und intelligenten produkten, die zudem noch grün* sind, VERFÜHRT werden sollen.

konum bleibt konsum. passiv bleibt passiv. 

mein zauberwort heißt selbst-ermächtigung. erst, wenn wir begreifen, daß wir nicht am tropf jedweder industrie hängen müssten, wird umgewälzt. wenn wir uns unserer eigenen potentiale bewußt werden. handeln. netzwerke bilden. tauschen. selbermachen. grün kaufen oder besser NICHT kaufen und dann vielleicht- nach reiflicher überlegung.
den bisherigen konsum einfach nur durch grüne produkte umzufärben, ist nicht die zukunft.

wie heißt es so schön- the greenest shirt is the one you don´t buy.

nichtsdestotrotz gehe ich morgen zur goodgoods, sehe, ob es funktioniert so viele verschiedene branchen auf einen platz zu konzentrieren oder ob es ein beliebiger marktplatz wird, dem ein fokussieren besser getan hätte.  getränk neben schmuck sozusagen, mode neben öfen...


* ganz grün ist die messe nicht: stellt sich heraus, daß es auch einige große firmen gibt, die sich mit kleinen produktspektren aus ihrem sortiment präsentieren dürfen. schade. wäre es nicht sinnvoller gewesen sich auf die aufstrebenden grünen, oft kleinen firmen zu konzentrieren als einige große konventionelle labels dabei haben zu müssen? die noch lange nicht grün sind?

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