Stopp beim Sandstrahl

Arbeiter
Wie bei Clean Clothes zu lesen, werden Firmen wie New Yorker und Orsay aufgrund massiver KundeInnenproteste auf die gesundheitsschädigende Technik des Sandstrahlens* bei Jeans verzichten.
Ein Sieg.

Andere Firmen wie Dolce und Gabbana, Armani und  Versace haben sich solchen Protesten taub gegenüber gezeigt. Am Besten, man überhäuft sie mit Protestbriefen und informiert, informiert, informiert, denn wenn gerade Luxusfirmen sündteure Kleidung verkaufen und sich dabei an Mensch und Umwelt vergreifen, gehört dieses Verhalten abgestraft.

D&G
Eine gute Übersicht, welche Firmen nun in welchem Ausmaß gegen Sandstrahlen sind und wer tatsächlich Verbote ausgesprochen hat, kann hier nachgesehen werden. Grundsätzlich stellt sich für mich die Frage, warum ich überhaupt Jeans brauche, die nicht von der Trägerin, dem Träger selbst den used look erhalten. Warum brauche ich abgewetzte Hosen? Sehen diese Männer nicht lächerlich aus? Für Konsumgören, die nicht fähig sind mit ihren eigenen Händen für Geschichte auf ihrer Hose zu sorgen. Ich persönlich liebe meine glatte dunkelblaue SEY-Jeans ohne Makel und used, den Look verpasse ich der Hose schon selber.




USED LOOK:
Man nehme eine alte Jeans oder kaufe sie beim Flohmarkt oder im Secondhandladen.
Nun lasse man der Phantasie freien Lauf: Scheuern mit Schleifpapier, wild besticken, be-schreiben, abschneiden und mehr. Der Spaß kostet wenig und macht Freude.


*Zur Technik: 
Sandstrahlen wird bei der Jeansproduktion eingesetzt um den Hosen einen Used-Look zu verpassen.
Der feine Staub fördert in kürzester Zeit massive Lungenprobleme und in weiterer Folge die "Staublunge". Gerade junge Männer, die diese Arveiten verrichten, werden so zu Pflegefällen bzw sterben frühzeitig.
Dazu ein link zu einem älteren Post von mir.
Und ein weiterer lesenswerter Artikel aus der TT und noch einer vom Spiegel.

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