in fashion berlin- rückblick

Die Modemesse in fashion berlin, die sich neu formiert hat( früher nur in München tätig), war eine weitere positive Überraschung. Nicht nur die Lage an der Spree spricht dafür -

mit gemütlichem Ambiente -sondern die Tatsache, daß es sich um eine überschaubare Fläche handelt.
Die BesucherInnen waren eher dünn gesät, so blieb viel Zeit für Gespräche.
Grüne AusstellerInnen wie Queen and Princess haben sicher auch EinkäuferInnen überzeugt, die ansonsten mit dem Thema Eco fashion wenig am Hut haben.

Die Designerin hinter dem Label,  Jessica Reyes Rodriguez, überzeugt mit angezogenem Look. Schluppenblusen mit verspielten Ärmellösungen aus feiner Baumwolle. Kleider und Tops für das Büro und den Abend. Auch für Größen ab 40 wunderbar.Des weiteren bot die Messe ein sympathisches Jeanslabel namens Pearls of Laja, die sich um die Rundungen ihrer Trägerinnen kümmert. Und das mit einer gut geschnittenen Hose ohne Schnickschnack, was Waschungen betrifft.

Die Schweizerin Christina Krämer stellte ihre fließenden Seidenkreationen und Accessoires aus Leder  vor. War sie  letztes Jahr beim Green Showroom im Hotel Adlon zu sehen, zog sie heuer die neue Messe vor. Was mich nach längerer Betrachtung wenig wundert. Ein möglicher Grund: EinkäuferInnen bevorzugen trotzdem gerne messeähnliche Bedingungen und Orte statt eine inszenierte Welt im Hotelzimmer, wo wenig Zeit und Platz für Gespräche und Business bleibt.


Das einzige österreichische Label bei der in fashion, Hinterland, schien fehl am Platz.
Einfache Wickelröcke mit Alpinmotiv um 330 Euro ist starker Tobak. Interessanter die ebenfalls allover bedruckten Badeanzüge. Der Versuch sich an der Grenze zwischen Konzeptkunst und Bekleidung zu bewegen ist immer schwierig und hat bei einer Einkäufermesse wenig Sinn, meine ich.

Fazit: Eine gute Messe für "erwachsene" grüne Labels mit ausgefeilter Kollektion. Für Labels, die nicht auf großen Messen wie der Premium untergehen wollen und teure Standmieten bezahlen wollen/können.

Jetzt müßte noch das Drumherum  passen wie eine größere Anzahl an grünen Labels und mehr BesucherInnen, dann hat sich in Berlin eine gute Alternative zu anderen Locations etabliert.

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