von design leben können? manches mal nicht, manches mal schon

Die ZEIT hat sich dieses Themas angenommen:
Erfolgreich arbeiten als ModedesignerIn in Berlin? Ja, aber nicht immer. Am Beispiel einer Designerin wird der oft steinige Weg zu Ruhm und Geld im Modezirkus gezeigt. der Ruhm, die schönen Bilder, die Aufmerksamkeit der Medien ist oft schnell da- danach erfolgt oft der dürre Weg zum Designalltag.
Manches mal scheitert man dabei, die Gründe sind vielfältig. Mal ist es die fehlende Praxis, meist fehlendes Kapital, unrealistische Pläne.... Hier wurde explizit Berlin angesprochen. Doch steht diese Stadt stellvertretend für alle Großstädte. Gut, Berlin nennt sich arm aber sexy, was oft schlechte Kaufkraft bedeutet, was schlecht für Modelabels ist. Die ganz andere Preise verlangen müssen/können, wenn sie leben und überleben wollen.

Artikel wie diese haben grundsätzlich immer die selbe Stossrichtung die besagt, daß angehende ModedesignerInnen meist an einem falschen Bild ihres Berufs hängen.

Und an den Ausbildungsstätten kein realistisches Bild gezeichnet bekommen. Dort wird an der perfekten Kontur an der Puppe gearbeitet, an Konzept, Idee, Ästhetik.

Von Betriebswirtschaft hört keineR. So verwundert es nicht, wenn es nach dem Abschluß erst mal zu einer Orientierungsphase kommt. So mache landen verwundert erwachend auf dem Hosenboden der Realität. Kein Hahn kräht nach künstlerischen Konzepten, einige japanische KundInnen vielleicht. Das Gros der Bevölkerung will allerdings Kleidung zum Anziehen.

Gebrüder Stitch beim Arbeiten
Wie sagt der in Antwerpen lebende deutsche Designer Stephan Schneider so schön ist besagtem Artikel: "Der künstlerische Prozess macht drei Prozent der Arbeit eines Modeschöpfers aus. Der Rest gilt den wirtschaftlichen und logistischen Gegebenheiten. Das wissen die wenigsten"...

Wie aber geht es Kreativen, die anders anfangen? 
Als QuereinsteigerInnen?
Gehen diese realistischer und kundenorientierter an das Projekt Modedesign heran?


Das würde mich interessieren. Meldet Euch zu Wort, schreibt, kommentiert.



Und wie geht es Menschen, die daheim im stillen Kämmerlein kreativ arbeiten, sich aber zu unsicher sind ihre Designs, ihre kleinen Produkte der Öffentlichkeit vorzustellen? 

Was sind Eure Träume?
 Ruhm, Selbstverwirklichung, Freude am Tun, Freude an Design?

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