Verfügbarkeit von grüner Mode?

Grüne Mode wird auch 2012 wieder um einen Stellenwert wachsen:
In der Medienaufmerksamkeit, in der Anzahl der Labels, in Neugründungen.

Was mich skeptisch macht, ist die Frage der Verfügbarkeit:
Solange es kompliziert ist zum Shirt, zur Unterwäsche, zu den Socken, dem schönen Pullover zu kommen, wird sich dieses Segment schwer gegen gängige Anbieter behaupten können. 

Lightwear in Vöcklabruck- eines der wenigen regionalen ECO FASHION-Geschäfte abseits der Großstädte

Natürlich- online- ja, hier findet sich für jeden Geschmack etwas, diverse Datenbanken im englisch- und deutschsprachigen Raum, ob es sich um den WEARFAIR Shopping Guide oder andere handelt, quellen über vor Labels. Wer nicht in Großstädten wohnt, kommt um das Internet nicht herum. Ohne Einkaufserlebnis und Anprobe.

Die Frage, die mir heuer wichtig erscheint, ist die Frage nach dem Eintritt von grüner Mode in den Massenmarkt. In die  Geschäfte, die mehrere konventionelle Labels führen, die mixen und sich  auch für grüne Modelabels entscheiden. Eine große Aufgabe für Geschäfte und ein Riesenwunsch von mir. Denn, frage mal eine Verkäuferin eines der gängigen Labels wie Esprit oder S.Oliver, wie es möglich ist, daß ein Hemd um 15 Euro verkauft werden kann. Ein verschämtes Schulterzucken. Wie kann es einem egal sein, wie die Produkte entstanden sind, die man verkauft? Ist es die Angst um den Arbeitsplatz?
  
Dass es daneben schwierig und unmöglich ist eine saubere Socke zu verkaufen, eine faire Unterhose, einen schönen Schal aus Bioseide, ist klar. Stellen diese harmlosen Produkte doch das gesamte Sortiment und unsere  Kosumgesellschaft in Frage.

Wie könnte eine Strategie aussehen, die die Geschäfte um uns herum umdenken lässt? Ist es einfacher eine grüne Parallelwelt aufzuziehen oder bestehende Geschäftssysteme  zu "ethisieren" und mit fairen Produkten auszustatten? Wäre es leichter aus einem unethischen Charles Voegele einen grünen Charles zu basteln? Als aus dem Stand heraus Basics für die Mittelklasse zu produzieren? Ein grüner Umstellungsnobelpreis von mir wäre dem angeschlagenen Unternehmen sicher. :-)

Wer kann meine Fragen beantworten?



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