mundraub gewinnt

zum thema ernährung und regionalität:

Auf der 6. KarmaKonsum Konferenz zum Thema „Gemeinwohl und Ökonomie“ wurde
Mundraub.org mit dem Gründer-Award im Wert von 30.000 Euro ausgezeichnet.

 Die „Plattform für Obstallmende“ verfolgt das Ziel, in Vergessenheit
geratene Früchte der Kulturlandschaft im öffentlichen Raum wieder in die Wahrnehmung zu
rücken und in Wert zu setzen. Dafür können Online-Nutzer auf einer interaktiven Karte Fundstellen
von Obstbäumen eintragen und die Community zum Pflücken und Nutzen des Streuobsts
animieren.


Bereits seit 30 Jahren besteht die sogenannte „Eingriffs-Ausgleichs-Regelung“ als Instrument des
Naturschutzes. Sprich: Die negativen Umwelt-Effekte beim Bau von Windparks oder Straßen müssen
durch eine Aufwertung der Natur ausgeglichen werden. D.h., dass beispielsweise trockengelegte
Moore wieder vernässt oder neue Streuobstwiesen angelegt werden. Eine lästige Pflicht und
natürlich ein Kostenfaktor für Unternehmen. Die Geschäftsidee von Mundraub.org setzt hier an:
Gemeinsam mit den Flächenagenturen der Länder oder anderen Flächenanbietern macht die Organisation
aus dem Kompensationsgeschäft ein nachhaltiges Projekt, das nicht nur ökologisch sinnvoll
ist und dem Gemeinwohl dient, sondern auch die öffentliche Wahrnehmung des Unternehmens
verbessert. Mundraub.org bindet dabei die Gemeinde aktiv ein; so helfen Schulen oder Heimatvereine
bei Baumschnitt, Mahd oder Ernte. Außerdem wird die Weiterverarbeitung des Obstes koordiniert,
Saft für Mitarbeiter gepresst und Betriebsausflüge in die „eigene Streuobstwiese“ organisiert.Text sieben siebzig


wer sieht nicht manchmal bäume voller früchte- und keinen, der sie pflückt?
oft weiß man nicht mehr recht, was man aus obstsorten machen kann oder es fehlt an der ausrüstung, dem bewußtsein für die vielfalt der geschmäcker-und der zeit. hier machen initiativen wie diese sinn. gemeinsam obst pressen mit einem experten, einer expertin, miteinander obst sammeln und verwerten macht eindeutig mehr spaß als alleine. für einen sack äpfel bekommt man bei sammelstellen nicht viel, da macht das selberverwerten absolut sinn. und selbstgemachte säfte schmecken einfach besser.

das argument: ich kaufs mir lieber im geschäft taugt für den nicht viel, wer mit dem obstsammeln und pressen begonnen hat. ist dies doch wieder ein stück zurückeroberte ess- und trinkkultur.

wer von euch hat schon im öffentlichen raum gesammelt? ich hatte mal ein erlebnis in tirol: ein großstrauch voller roter früchte, die ich nicht kannte. ich recherchierte, fand heraus, dass es sich um die kornelkirsche handelte- und begann jeden tag auf meinem weg zur arbeit früchte zu pflücken- für meine jause. keiner hat mir die säuerlich schmeckenden früchte streitig gemacht.






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