Eco Fashion muß man können

Die neue Brigitte-WOMAN macht gleich am Titelblatt auf einen wichtigen Artikel aufmerksam:

"Endlich edel. Naturkosmetik und Öko-Mode."
Es werden einige Labels und Produkte vorgestellt. Schön, wenn das Thema in die Masse getragen wird, noch dazu in die wichtigste Zielgruppe überhaupt: der Frauen über 35. Die präsentierten Modelle sind zwar ausgesucht schlicht und untermauern das übliche Bild von "Öko-Mode"- schlicht, unbunt und aus Naturfasern. Grüne Mode kann so viel mehr, habe ich gedacht.

Was mir dann doch aufstösst und den ganzen Artikel wieder zu dem macht, was er oft in einem Magazin ist (zu ungenau recherchiert und nur an der Oberfläche geschrieben) ist das Verbinden von Zertifikaten, die jeden Vetreter der grünen Modebranche aufheulen lassen:
GOTS, ÖKOTEX 100, Cotton made in Africa, TransFair. stehen vereint nebeneinander und vermitteln ein Gefühl der Zusammengehörigkeit....und dazu der Text: "die Zahl der Zertifikate für ein gutes Gefühl wächst"...


Wie wird für Magazinartikel recherchiert?  Aus dem Bauch heraus?
Wäre es nicht sinnvoll, sich vorher bei ExpertInnen schlau zu machen und sie aktiv einzubinden anstatt sich selbst auf ein Gebiet zu begeben, das im Werden ist und sich schon seit Anbeginn von Greenwashing-Labels distanzieren muß? Vielleicht zeigt es einfach das Bild, das viele KonsumentInnen von dieser Branche haben.

Anbei eine gute Zusammenfassung der Initiative Romero, die Zertifikate im Modesektor und Hintergründe erklärt. 

Bilder aus Brigitte Woman, 09/12
P.S. Liebe Brigitte-WOMAN, ich bitte um weitere und weitere Artikel zum Thema und bitte vielseitiger, tiefgründiger und der wachsenden unterschiedlichen und interessanten Szene und Ihrer Leserinnenschaft gerecht werdend.





Kommentare

michaela hat gesagt…
fand den artikel auch schwach, bei dem aufmacher hätte ich mir auch quantitativ mehr erwartet, mehr bilder, mehr labels, mehr inhalt...

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