WearFair 2012

eine Auflistung meiner eindrücke ohne anspruch auf vollständigkeit:

- ReDesign- Avantgarde endlich verstärkt in Linz:
Lieblingsstücke gesehen bei km/a, Daniel Kroh, kontiki, Milch

- mehr Recyclinglabels für den Hausgebrauch-
  witzige Verwendung von Denim und anderen Materialien- zB tag.werk

- mehr Vielfalt: Eleganz, Streetwear, Avantgarde, Business, Basics, Ethno, buntes Hobby

- entspannte Eleganz bei Maronski(traumhaft und tragbar geschnittene Kleider mit ColourBlocking), anzueglich, know me-dort habe ich mir einen Rock für alle Gelegenheiten gekauft- petrolfarbener deutscher Cordstoff-raffiniert geschnitten

- der erste ökofaire Anzug bei Brainshirt sowie eine Herrenmodepalette von Kopf bis Fuß

- katuni, mein Lieblingslabel, was Druckdesign betrifft- obwohl ich immer wieder mit den Schnitten hadern muß- sie sind einfach am schönsten an schmalen Figuren. Not for me.

- Zerum mit tollen perfekten Drucken (auch hier wurde es ein Fuchsdruck)

- Anukoo und seine Strickmodelle in herbstlichen Farben hätte ich gerne gekauft- hätte ich mehr Budget- Lieblingsstücke für viele Jahre

- Grüne Erde sollte sich und den potentiellen Kundinnen mehr zutrauen - wunderbare Materialien
könnten mit designorientierten Schnittformen enorm gewinnen und die Marke aus dem Basic-Eck und von Hessnatur und ähnlichen Anbietern wie eben Anukoo distanzieren.

- Lebenskleidung als Agent für GOTS-zertifizierte Stoffe  hat bei der Messe sicher noch weitere neue Käufer gefunden

-SONIS. Die Lieblingsstücke, die Christian Sonnleitner fertigt, sind jeden Besuch wert. Hier wurde es ein Ring mit milchig grünem Glasgebirge aus Gablonzer Glas.

 - sehr schöne Kindermodenlabels- von CharLe, die ihre humorvoll bedruckten Jerseymodelle präsentierte und die Webware zu Hause ließ- bis zu dänischen Labels war vieles zu finden

- neue Shops haben rund um die Messe in Linz und Umgebung eröffnet: Mawasi in Ottensheim, Eco Store in der Goethestrasse( am Mittwoch) und Göttin des Glücks in der Herrenstrasse, Pure and Green(Onlineshop)

- nach Meinung einiger Aussteller sind die KundInnen besser informiert und nicht mehr zum Gutteil der Ökomode-Ecke zuzurechnen

- die Kundschaft in Linz ist weniger eitel und verwöhnt wie so manche Kundin in Großstädten und dankbar für neue Kleidung, aufgeschlossen selbst Avantgarde gegenüber

- die Messe wirkte sympathisch und menschlich, was sie in ihrem Aussehen weniger zu einer Modemesse denn zu einer sympathischen Messe macht, der man ansieht, daß sie nicht von Modeprofis organisiert wurde. Ein Plus liegt dadurch an der niedrigen Schwelle für KonsumentInnen wie Du und Ich, die sich freuen, auf einer Modemesse Kleidung zu erwerben, mit DesignerInnen ins Gespräch zu kommen, sich an den Infoständen zu informieren und einen netten Tag zu verbringen.

 - Der Preis spielt bei manchen Labels wenig bis keine Rolle, bei manchen schon.
Während einige sich erklären mußten, wurde anderswo ganz klar der Preis akzeptiert und nicht nachgefragt.


Besonders erfreuten mich Modelle von:
katuni, km/a, Daniel Kroh, CharLe, know me, SONIS, Anukoo und vielen mehr.

Danke für Eure Kreativität.

Der O-Ton von Matthias Hebeler passt hier gut dazu:
"Die Wearfair hat auch im Jahr 2012 beweisen, dass Sie sich als die Messe für ökologische und faire Bekleidung in Österreich etabliert hat. Die positive Entwicklung dieses Sektors, die sich auch in diesem Jahr wieder mit den in unseren Augen steigenden Besucherzahlen zeigte, konnte jeder auch bei der Modenschau sehen. War vor mehr als 2 Jahren dort noch die klassische Streetwear die tragende Säule, hatte man in diesem Jahr den Eindruck, Dass für jeden Geschmack und jeden Modestil etwas dabei war. Dieses breitere Angebotsspektrum tut nicht nur der Messe, sondern vor allem den BesucherInnen gut, die sich jetzt, ob Frau, Kind oder Mann, nachhaltig, sauber, ökologisch und fair kleiden können".


 Ein Lang-Bericht über die Modemesse wird bald bei Austrianfashion.Net zu lesen sein.


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