Buchtipp "Wir müssen leider draußen bleiben-auch für Weihnachten

Kathrin Hartmann, Wir müssen leider draußen bleiben

Dieses Buch öffnet einem die Augen.
Und stösst all jene Vorurteile und gesellschaftlich akzeptierte Meinungen vom Thron, die aus armen Menschen automatisch Kriminelle und Schmarotzer machen. Wie Solidarität immer mehr abgebaut wird. Und Reiche von diesem System noch profitieren.  Da ich gerade mittendrin im Lesen bin, ich Euch aber dieses Buch noch vor Weihnachten empfehlen wollte, baue ich eine geborgte Rezension darüber ein:

"Hartmanns Buch zeichnet sich durch genaue Recherche, Originalität und die Nähe zu dem Alltag der dargestellten Menschen aus. ... Hartmann belegt ihre strukturiert dargestellten Thesen bestechend genau mit empirischen Beispielen. Sie sucht die Verantwortlichen nicht nur, sondern sucht sie auch auf, um sie zur Rede zu stellen. Sie deckt die Absurditäten im etablierten Armutsbild auf, indem sie medienkritisch arbeitet, das heißt nicht selten genug die als Tatsachen verkauften Vorurteile entlarvt. Hartmanns Buch ist so ein rundum spannendes und wichtiges Buch."


Was mich erschüttert, ist die Offensichtlichkeit, mit der wir alle in eine gewisse Falle tappen. Entsolidarisiert, lieber zu den reicheren Menschen haltend, weil wir auch gerne dazugehören würden, ärmere Menschen oder Arme entweder ignorieren, nicht bemerken oder verurteilen. Auch teilweise aus Angst darüber, irgendwann selbst dazuzugehören. Bitte bitte lesen. Und dann versuchen wir mal die Themen Solidarität, wenig Geld, ökologische Lebensführung, Lebensqualität und Stil unter einen Hut zu bringen.



Bild via FM4.orf.at


Kommentare

Jules Gartenküche hat gesagt…
Danke für den Tip!

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