H&M mit grüner Masche/ H&m takes clothes back

H&M sieht sich Vorreiter und als erstes global operierendes Unternehmen, das Kleider wieder zurücknimmt. Dazu die Message der Firma(schräg gestellt)

„Unsere Nachhaltigkeitsbemühungen haben ihre Wurzeln in unserem Bekenntnis zu verantwortungsvollem Verhalten gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt. Wir möchten etwas für die Umwelt tun, und deshalb bieten wir unseren Kunden jetzt eine praktische Lösung: die Möglichkeit, ihre abgetragene Kleidung bei H&M abzugeben“, so Karl-Johan Persson, CEO von H&M.

In diesem Absatz sind einige Fehler chen drin, habt ihr sie gefunden?
...Verantwortungsvolles Verhalten gegenüber der Gesellschaf"- wäre euch dies schon einmal aufgefallen?

H&M wird das erste Modeunternehmen sein, das in ausgewählten Filialen weltweit mit der Sammlung von Altkleidung beginnt. 

Auch hier sind die Schweden nicht die Ersten, die das tun, mir fällt gerade Patagonia ein.


Durch die weltweite Initiative können H&M Kunden natürliche Ressourcen sparen und negative Umweltauswirkungen verringern, indem sie dafür sorgen, dass weniger Textilien im Müll landen. 

Auch hier stellt sich grundsätzlich die Frage, warum soviel zurückgegeben wird. Vielleicht, weil diese Firma ZUVIEL produziert? Dazu eine Zahl: In Deutschland werden pro Kopf pro Jahr 70 Teile gekauft, kann man sich das noch vorstellen? Ein großer Anteil an diesem Kaufrausch dürfte mit H&M in Zusammenhang stehen.

H&M akzeptiert Kleidungsstücke beliebiger Marken in jedem Zustand. Als Gegenleistung erhalten die Kunden für jede Einkaufstasche mit Altkleidung, die sie zu uns bringen, einen 15% Rabattgutschein auf ein Lieblingsteil. Die Kleidung wird dann von I:Collect, dem Partner von H&M, übernommen. Dieses Unternehmen verfügt über eine Infrastruktur, in der Konsumgüter wiederholt wiederverarbeitet und für eine neuerliche Verwendung aufbereitet werden können. 

Hier kann dazu gesagt werden, daß I:Collect etwa 31 Prozent  recyclieren kann, über 60 Prozent werden weiter verkauft( meist Dritte Welt Länder), ein kleiner Prozentsatz muß thermisch entsorgt werden. Zum Thema Secondhandkleidung und Dritte Welt gibt es Artikel zur Genüge- betreff Ruin der örtlichen Textilindustrie zum Beispiel. Gebt einfach das Wort "Mitumba" ein.

 ... Auf lange Sicht beabsichtigt H&M, die Umweltauswirkungen von Kleidungsstücken während des gesamten Lebenszyklus zu verringern und einen geschlossenen Kreislauf für Textilfasern zu schaffen. Dabei geht es darum, technische Lösungen zu finden, die es ermöglichen, Textilfasern in größerem Maßstab wiederzuverwenden und zu recyceln. .....

Wäre es nicht viel sinnvoller, grundsätzlich wegzugehen von Massenproduktion, haben Sie sich das schon überlegt? Dann wäre der größere Maßstab leichter zu erreichen. Das würde viel Ressourcen sparen, viel Leid und es könnte unsere Gesellschaft wirklich zum Positiven verändern- sodaß es gar nicht zu groß angelegten Kleidersammlungsaktionen kommen muß.

Liebe Firmenverantwortlichen von H&M, ihr werdet erst das Wort Nachhaltigkeit und Ähnliches in den Mund nehmen können, wenn ihr Euch von Massenproduktion in Eurem Stil verabschiedet, meine ich. Produziert ordentlich gefertigte, fair bezahlte, ehrliche Kleider, das ist machbar. Das wäre "verantwortungsvolles Verhalten gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt."

Kommentare

Most read