Augustine Teboul- Black as ist best

Das deutsch-französische Duo, Annelie Augustin und Odély Teboul, das sich bei der ESMOD in Paris gefunden hat, entwirft besondere Kleidung. Mit dem seit 2009 bestehenden Label AUGUSTINE TEBOUL haben die beiden Designerinnen in kurzer Zeit mehrere Designpreise gewonnen. Mit der Redution auf Schwarz entstehen Modelle von einer Eleganz, die mich einstige Schwarzhasserin zu einem Fan machen, der sich sofort in ihre Modelle stürzen will. Was macht diese Aura aus, der ich mich nicht entziehen will, den ich bei anderen Labels, ob grün oder konventionell, vermisse?



credit: Augustine Teboul
1. Handarbeit.  
Häkeln, Sticken, Materialmix, Perlen, Handarbeit. Details.
1. Brückenbauend. Folklore. Ethno. Rock`n Roll.
Ob die Inspiration von einem Torero-Jäckchen entspringt oder einer mexikanischen Schönen, wie auch bei meiner Lieblings(trachten)designerin in Österreich, Susanne Bisovsky, setzt man hier bewußt auf Neuinterpretieren von vorhandener Ästhetik. Bisovsky lässt die russische Schönheit von Tracht wieder aufleben, verbindet knalliges Rot und Pink mit Schwarz. Augustine Teboul schafft durch die Vermengung verschiedener Stile mit der gleichzeitigen Einbettung in eine Farbe einn komplexen und gleichzeitig  leichten Zustand. Schwarz ebnet ein und verbindet. Ob romantische Anmutung, Rock´n Roll, japanische Avantgarde, Torero, es geht ganz leicht bei ihnen.
Sommer 2013


2. Bewußtes Schwarz schafft Atmosphäre
Schwarz als Spitze, Häkelstruktur, als Schleier auf der Haut, der sie durchschimmern lässt, erzeugt Drama, Sinnlichkeit, starke Gefühle. Ganz im Gegenteil zur landläufigen Herangehensweise an Schwarz, diese Frabe zu tragen, weil es so "einfach" ist, lösen diese Modelle eine Flut an Emotion aus, weil sie Schwarz wieder zu dem machen, was es ist, eine besondere Nichtfarbe, ein Zustand, ein Gegenpunkt zur Umgebung. Die Farbe für den besonderen Anlass.

3. Zeitlosigkeit. Kompetenz. Relevanz.
Wirken die Modelle modern?
Auf mich wirken sie, als ob sie schon immer da gewesen wären, Ich gestatte mir ein Aufatmen, dass es Handarbeit mit dieser Formensprache noch gibt. Die beiden bauen ihre Modelle mit dem Wissen um Kostümgeschichte und Kunst und der kulturellen Vielfalt. Es lohnt sich, in dieses kreative Label zu investieren, denn ihre Modelle werden nicht "aus der Mode" kommen, entspringen sie doch einem historischen Kontext, einer Verlinkung in verschiedene Kulturen und Epochen denn als einem bloßen "Trend des Jahres 2013".

 Lese/Video/Tipp: Die ZEIT: Artikel mit Video über Augustine Teboul.

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