Berlin Fashion Week und die Besserverdiener im Porsche

Dieser Artikel spricht etwas aus, was mich seit einigen Jahren beschäftigt.

Die Diskrepanz zwischen hochwertigem Design, Anspruch an ethisches Produzieren und- eine kaufkräftige Klientel, die dieses Engagement zu schätzen weiß.
Die ZEIT fragt in diesem Artikel, wo die Besserverdiener sind, die die wunderbaren Kreationen der  zahlreichen Berliner Talente kaufen sollen. Denn, anders als in New York, wo sich die Damen bei Barney´s einfinden und um neue Designerlabels einzukaufen, bleiben die deutschen und österreichischen Besserverdienerinnen vorsichtig und konservativ. Internationales Design "etablierter" Marken tragen sie.
wunderbares Spiel mit Schwarz: Augustine Teboul

Wie können junge DesignerInnen auch finanziell erfolgreich sein? Sie gehen nach Paris und präsentieren ihre Kollektionen dort einem breiteren Publikum.

Denn wer sind sie, die LiebhaberInnen bei uns? Die sich gerne lässige Modelle leisten würden, wenn sie es denn hätten, das nötige Geld. Es sind meist diejenigen, die im Dunstkreis der Szene mitleben, mitarbeiten. "Aber um eine Modeszene zu ernähren, braucht man eben nicht nur die lässigen Bart- und Pudelmützenträger, die auf die Aftershow-Party kommen, sondern vor allem die gutsituierten Besserbürger, denen man hier mit Vorliebe den Porsche zerkratzt." Zitat Die ZEIT

Regional Mode shoppen
Starke Ansage, aber im Kern getroffen. Hier fällt mir Belgien ein, wo es zum guten Ton gehört, heimische Labels zu tragen. Aus einem gewissen Nationalstolz heraus. Ich plädiere für regionales Einkaufen, auch ohne übertrieben "stolz "auf sein Land zu sein.

-Und die Frage, wie man sich stylish. grün einkleidet ohne Geld, diese Frage verdient einen eigenen Artikel oder mehr. Denn, wie sollte diese Quadratur des Kreises gehen?

credit: Augustine Teboul

Kommentare

Anonym hat gesagt…
"Wer viel Geld für Kleidung ausgibt, möchte sicher gehen, dass auch jeder die Marke erkennt." Diese Haltung ist leider auch in Österreich weit verbreitet ...
Fr.Jona&son hat gesagt…
Yes. Erinnert mich an Russland :-)
Dabei ist doch nichts so wichtig wie die Formensprache, Label hin oder her.
Hannes hat gesagt…
Deshalb bin ich überzeugt, dass öko-faire Mode auf Dauer nur Sinn macht, wenn man die große KäuferInnen Schicht ansprechen kann. Produzenten: Macht doch endlich einmal öko-faire Basics, Kleidung für jeden Tag, Unterwäsche, Hosen, Pullover. Stellt diese Waren in Fabriken und in großen Stückzahlen her, nehmt dazu ökologische Rohstoffe und zahlt endlich faire Löhne. Damit macht ihr nicht nur mich glücklich !
Hannes hat gesagt…
Deshalb bin ich überzeugt, dass öko-faire Mode auf Dauer nur Sinn macht, wenn man die große KäuferInnen Schicht ansprechen kann. Produzenten: Macht doch endlich einmal öko-faire Basics, Kleisdung für jeden Tag, Unterwäsche, Hosen, Pullover. Stellt diese Waren in Fabriken und in großen Stückzahlen her, nehmt dazu ökologische Rohstoffe und zahlt endlich faire Löhne. Damit macht ihr nicht nur mich glücklich !

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