Die Entdeckung der Langsamkeit- der SPIEGEL

Lesetipp anlässlich der Berlin Fashion Week im Spiegel.
Die Ambivalenz zwischen Fast Fashion und bewußter Reduktion auf Wesentliches ist das Thema. Dabei kommt Mareike Ullmann zu Wort, Designerin hinter Format, einem  Label, das jedes Jahr einige neue Stücke entwickelt, die der bestehenden Kollektion hinzugefügt werden.
Designerin Mareike Ulmann (rechts)/ credit Annette Hauschild via Der Spiegel
Diesen Ansatz hat einst auch Magdalena Schaffrin vertreten,  ihr Label hatte sie jedoch zu Gunsten der Entwicklung des Green Showroom und der Förderung grüner Modelabels aufgegeben.
Die Frage beschäftigt viele grüne Labels: Produzieren um des Produzierens willen steht bei keinem, das ich kenne, auf der Agenda. Es geht um Verbessern, Langlebigkeit, Sorgfalt und Freude am schönen Stück.

Man lebt sich wohlig ohne Fast Fashion
Ein Leben ohne aufgeregte Kollektionsschlachten a la Inditex, Primark oder H&M mit Kollaborationen und Sonderkollektion dazwischen, ja, es geht! Wohlig ist schön, allerdings macht mir die Tatsache Kopfzerbrechen, daß wir uns trotz der Fülle an Medienberichterstattung  über das Phänomen,
den Hype,
die gute Geschichte Eco Fashion, 
faire Mode oder wie auch immer,
in einem verschwindend geringen Segment aufhalten, von unter 5 Prozent.

Lässt sich Fast Fashion irgendwie aufhalten? Solange 95% der KonsumentInnen glauben, es ginge sie nichts an, das Thema ethisch und ökologisch bewußt leben, einkaufen, reduzieren, recyceln oder bewußt nichts kaufen, eher nicht.

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