Green Showroom bringt Avantgarde und viele Labels

credit: Elsien Gringhuis
Mit 29 Ausstellern geht die Modemesse in ihre achte Saison. „Insgesamt präsentieren sich über 100 Aussteller auf unseren beiden grünen Modemessen Greenshowroom und Ethical Fashion Show Berlin, die gemeinsam inzwischen die größte Plattform für nachhaltige Mode in Europa darstellen,“ sagt Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies des Veranstalters Messe Frankfurt.
Mit 19 Labels aus dem Ausland zeigt sich der Greenshowroom überaus international. Vertreten sind Designer aus Estland, Finnland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz, Spanien und der Ukraine. 
Zugleich besticht der Greenshowroom durch ein ausgewogenes Verhältnis von etablierten und neuen Labels. Bereits in der Vorsaison waren unter anderem Aleks Kurkowski, Elsien Gringhuis, Katharina Kaiser und Myuli dabei. Zu den Neuzugängen zählen beispielsweise Henrieta Duffner/Swiss Affaire, Løndstrupp, Issie Collection und Tatjana Prijmak. 
 „Die jungen Designer sind echte Vorreiter der grünen Mode“, sagt Magdalena Schaffrin, Mitbegründerin und Koordinatorin des Greenshowrooms. „Wir dürfen uns auf starke Kollektionen freuen, die mit einer Symbiose aus edlem Design und zeitgemäßen Materialien begeistern und ökologische und soziale Kriterien in der Produktion berücksichtigen.“
Reet Aus- die erste industrielle ReDesignerin
Soziale Standards im Blickfeld
Besonderes Augenmerk wird im kommenden Greenshowroom auf die Produktionsbedingungen der ausgestellten Kollektionen gelegt. Die beteiligten Labels zeigen eine Vielzahl an Beispielen auf, wie heute fortschrittlich und sauber gearbeitet werden kann: Reet Aus beispielsweise lässt in Bangladesh fertigen und kooperiert hier mit der Awaj Foundation, die daran arbeitet, bessere Arbeitsbedingungen für die Näherinnen in Bangladesh zu erzielen. Cocccon hat eine eigene Seidenraupen-Zucht in einem von Rebellen kontrollierten Gebiet in Indien und bezahlt faire Löhne an sozial benachteiligte Gruppen. Die Seide ist traditionell und per Hand hergestellt. Katharina Kaiser kooperiert mit einem sozialen Projekt in Deutschland und lässt Teile in einer Werkstatt für behinderte Menschen fertigen. Schreif ist in El Salvador aktiv und produziert die Kollektion in einer kleinen Fabrik mit 14 Mitarbeitern – fair bezahlt und versichert.

„Humanity in Fashion Award. Die drei Finalisten des „Humanity in Fashion Awards“ by hessnatur stellen ihre Kollektionen vor: howitzweißbach und Stefanie Stohwasser aus Deutschland sowie Hellen van Rees aus den Niederlanden werden sich erstmals in den Adlon-Suiten dem Publikum präsentieren. Ebenso stellen sich Studierende aus dem Masterstudiengang „Sustainability in Fashion“ der Esmod Berlin mit ihren Arbeiten vor. Mit Anaïs Guille ist außerdem eine Designerin an Bord, die von dem französischem Konzern LVMH als herausragende Nachwuchsdesignerin unterstützt wird.
Salonshow zum Messeauftakt
Das Highlight des Greenshowrooms kündigt sich zu einem neuen Termin an: Bereits am ersten Messetag, 2. Juli, wartet um 15.30 Uhr die Salonshow mit Kollektions-Highlights auf. Greenshowroom-Aussteller zeigen hier ihre Frühjahr/Sommer 2014 Kollektionen. Am Catwalk beteiligen sich Aleks Kurkowski, Anaïs Guille, Deepmello, Dutch Basics, Edelziege, Elsien Gringhuis, Henrieta Duffner/Swiss Affaire, Katharina Kaiser, Katlen Thiel, Luxaa, Reet Aus, Royalblush by Jana Keller, Tatjana Prijmak und Vilmava. Auch drei Labels, die auf der Ethical Fashion Show Berlin ausstellen, sind dabei: Alma & Lowis, Lanius und Monica Schneiter.




Kommentare

Most read