Wir und unsere Kleider- £30 Billion Worth of Clothing We Never Wear

Diese schon ältere Meldung ist mir wieder untergekommen. Jetzt, wo die Berlin Fashion Week und andere näherrücken, lohnt es sich hinzusehen, gerade, wenn ich an Riesenmessen wie die Premium denke oder an immer wieder kommende Messen, Kollektionswechsel, Frühling-Sommer bzw Herbst-Winterkollektionen.....- auf das, was wir wirklich brauchen.

UK. British consumers own roughly £30 billion ($46.5 billion) worth of clothing that they haven’t worn in at least a year, according to a new report by
 Waste & Resources Action Programme, a U.K.-based organization that specializes in resource efficiency. Released on Wednesday, Valuing Our Clothes provides the first “big-picture look” at the garment industry’s impact from design to disposal. The average U.K. household owns an average of £4,000 worth of clothes, 30 percent of which languishes unworn, according to researchers....Auszug Ecouterre Meldung

Lucy Siegle/picture via Guardian
Wer von uns hat nicht ebenfalls Kleidung im Schrank, die nie das Tageslicht sieht?
Das Tragische an diesem völlig aus dem Ruder gelaufenen Konsumverhalten ist die Tatsache, daß..More than 90 percent of the water footprint occurs during fiber and garment production, frequently in countries with severe water stress or scarcity. The carbon footprint from washing and drying corresponds to 10 percent of automobile emissions across the United Kingdom. ..erklärt Liz Goodwin, der CEO von WRAP. 

 “But by increasing the active use of clothing by an extra nine months we could reduce the water, carbon, and waste impacts by up to 20 to 30 percent each and save £5 billion.”

Die Zahlen sind ziemlich deutlich, was sagt ihr? Und man kann sie getrost für Deutschland, Schweiz und Österreich anwenden. Vielleicht ist bei uns der Wert etwas niedriger, aber der Prozentanteil dürfte annähernd passen. Die Tatsache, daß ein Drittel der von uns gekauften Kleidung  als Lückenfüller ein Leben im Schrank fristet, zeigt die Dimension des Problems. Denn, im Schrank der Nachbarin sieht es eben so trist aus. Und so weiter.

Die  einzigen Strategien können sein:
- das Tragen der Kleidung über einen langen Zeitraum, 
-das Instandhalten, Reparieren und gut behandeln
- Nicht-Kaufen, besonders wenn man gerade in einer unbestimmten Kauf-Laune ist

Die Menschen, die sich nach grüneren Alternativen umsehen, werden mehr. Allerdings sprechen wir da nicht von einer Massenbewegung. Bescheidene 3 Prozent sind laut einer Südwind-Studie von 2011 im Bereich ökofaire Mode, Textilproduktion, etc gut informiert. 

Das Bild oben habe ich übrigens vor 2 Jahren zu einem Artikel über Lucy Siegle verwendet, die damals gerade ihr Buch" To Die For" über die globalen Auswirkungen von textilem Massenkonsum vorgestellt hat. 

Nun, was wäre als Folge zu obigem das richtige Samstagsprogramm? Richtig: endlich die Hose flicken, die offene Naht zunähen, das Lock im Socken schliessen und mehr....und Shopping ausfallen lassen.

WRAP-Studie hier.

Kommentare

diesmileykiste hat gesagt…
Den letzten Satz finde ich richtig gut! Habe hier auch noch ein paar Sachen zu flicken, die schon seit einiger Zeit darauf warten. =)

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