Armedangels jetzt auch bei Kutsam/ Oder: Biomode trifft auf klassisches Modehaus

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Das Modehaus Kutsam ist ein Familienbetrieb in Oberösterreich, mit 5 Standorten. Es zeigt schon seit Jahren, dass auch ein Modehaus mit konventionellen Modemarken weiterdenken kann. Das nicht immer mit sofortigem Erfolg, was aber den Chef nicht davon abhält,  mit Armedangels ein grünes Modelabel in allen Geschäften anzubieten. Armedangels ist mittlerweile schon massentauglich, sprich: auch für konventionelle Modegeschäfte mit ebensolchen Marken attraktiv geworden.

Dazu bietet Kutsam schon länger die Gardeur-Jeans Fairtrade an. Kutsam hatte es schon früher versucht, mit Bio und Fair,  nur hat es nicht funktioniert. Ich habe vor einigen Jahren nachgefragt, was der Grund dafür ist. Eine Verkäuferin hat es so formuliert: "Wir haben den KundInnen die Geschichte dieses Produkts erzählt, seine Besonderheit im Vergleich zu konventionell und als Antwort kam "Ich will eigentlich nur einen Pullover kaufen"".

Logo von Kutsam
die wohl bekannteste grüne Modemarke Deutschlands
Dass Kleidung eine Geschichte hat, muß immer wieder ins Bewußtsein gebracht werden. Keine Fee sitzt auf ihrer Blume und zaubert die Kleidung für uns in die Geschäfte. Es ist vielmehr eine Mischung aus Tränen, Angst, vergifteten Feldern, vergifteten Menschen, desolaten Fabriken, Ausbeutung, Gewinnstreben, Gier und einer glänzenden Fassade, die wir mit fast jedem konventionellen Stück mitkaufen.

Kutsam setzt hier einen Schritt und ich hoffe, dass er auch in seinem Streben nach mehr ÖKOFAIR in seinem Sortiment unterstützt wird. Denn, eines darf man nicht vergessen: Traditionshäuser wie dieses kämpfen schon seit Jahren um seine Marktanteile, die ihnen von Billigmodemarken wie H&M, Primark, Mango und Co. weggeschnitten werden. Kutsam kämpft wie viele andere auch.

Neue Käuferschichten durch grüne Mode
Die Erweiterung seines Segements auf faire Marken könnte den Gewinn einer neuen KäuferInnenschickt bringen. Menschen, die gerne mit gutem Gewissen einkaufen wollen und am besten noch in der Region. Dazu braucht es langfristig mehr als ein Modelabel.

Es gibt mittlerweile genug Modemarken in Ö, D und darüber hinaus, die solide und gute Kleidung anbieten. Häuser wie Kutsam sind mit Herren-, Damen-, Best Ager, Jugend-Abteilungen ausgestattet. Hier spielt die Realität. Kleidung für Menschen wie Du und ich wird hier gekauft. Mir fällt da sofort Brainshirt für die Männer ein, die SEY-Jeans, die figurformenden Pearls of Laya und wenn ich weiter nachdenke, kommen sicher noch viele andere dazu. Hm, vielleicht sollte ich Herr Kutsam eine kleine Liste zusenden, so zum Schmökern, was es alles an schöner Mode in ökofair gibt.....:-)

Also, welche Labels sollten auch auf dem Land angeboten werden?

Kommentare

Anonym hat gesagt…
als ob Kutsam nicht schon schauen müsste, dass die traditionellen Kunden zum Einkaufen bleiben. Schwertberg muss glaube ich schauen, dass das Geschäft überhaupt bestehen bleibt! Fair hin oder her!
Fr.Jona&son hat gesagt…
Ja, Kutsam kämpft sich durch- in Zeiten von H&M und Co.
Und ich finde es gut, dass sichKutsam bemüht, die Menschen auch mit Bio und Fair anzusprechen.

Danke, du hast ich auf einen guten gedanken gebracht für den Post :-)

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