Hilferuf im Kleid- Primark

Diese Meldung ging in Windeseile um die Welt. Eine britische Primark-Kundin  sah sich beim näheren Betrachten des eingenähten Labels mit einer Botschaft konfrontiert: „Forced to work for exhausting hours“,  „gezwungen,bis zur Erschöpfung zu arbeiten“. Hier ein Artikel im Guardian.

(Ergänzung 30.6.):Mittlerweile zeigt sich das Bild ein wenig anders, weitere Label-Funde zeigen ein Bild einer Strategie dahinter. Einer Strategie, die Menschen aufzurütteln? Hier wird sich sicher noch etwas tun...

Mich erschüttert jedenfalls noch immer die Unbedarftheit der Konsumentin. Kann es heute noch der Fall sein, daß man völlig ahnungslos seine Kleidung kauft- und sich nicht eine Sekunde lang wundert, dass diese so billig ist?

Ergänzung am 28.6.: Hier eine Aufstellung über die Preiskalkulation eines Kleidungsstücks: "How much does a T-Shirt really cost" von Ecouterre.


Kommentare

Lydia° hat gesagt…
Ich habe gerade einen Artikel bei Facebook darüber gelesen. Und natürlich haben alle Recht: Es ist falsch Menschen so auszubeuten. Aber auf der anderen Seite stellt sich mir die Frage: Würde es etwas bringen, wenn niemand diese Kleidung mehr kaufen würde? Dann bekommen diese Arbeiter gar kein Geld mehr, werden gekündigt und haben noch eine geringere Chance zu überleben.
So viele haben sich schon mit dem Thema auseinander gesetzt, aber eine einfache Lösung gibt es leider nicht.

LG Lydia°

http://my-little-creative-world.blogspot.de/
Fr.Jona&son hat gesagt…
Also, so sehe ich das nicht. Dies wäre zu leicht. Besser ist kritischer Konsum und eine klare Ansage an die Firmen, bei denen man einkauft!
Ihnen mit Postings, mit an sie adressierte Nachrichten, mit lauten Online-Aktionen, mit dem gezielten Nachfragen bei den Verkäuferinnen den Boden heiß machen.
Wenn sie merken, dass es den Menschen nicht mehr egal ist, wie die Stücke produziert sind, dann denken sie um- nicht weil sie bessere Menschen geworden sind sondern weil sie sich davon Profit versprechen, "besser" zu sein als die anderen....

Und vor allen Dingen kritischer und bewußter und vor allen Dingen weniger einkaufen.
JULA Puppenkleidung hat gesagt…
Also ganz so einfach wie Lydia würd ich mir das auch nicht machen.
Vielleicht könnten diese profitorientierten Firmen einmal darüber nachdenken, den "Erzeugern" dieser Kleidungsstücke menschenwürdigere Bedingungen zu schaffen und selber weniger "einzustreifen". Ich glaub, es würd immer noch genügend übrigbleiben.
Und, vielleicht würde der Eine oder Andere darüber nachdenken, ob nicht vielleicht weniger mehr ist...
LG, Claudia
Anonym hat gesagt…
Gruselig, Menschen so etwas anzutun!
Fr.Jona&son hat gesagt…
Hier ein einfaches Modell der Kostenaufteilung bei Jeans von http://www.schulpraxis.ch/files/jeans_teil_2.pdf

Dort werde ihr sehen, dass ALLE am Produktionsprozess Beteiligten ArbeiterInnen genau 1 Prozent des Preises als Lohn erhalten....hier davon zu reden, dass ein geringfügig höherer Preis Kleidungsstücke teurer macht, ist einfach nur ein Witz.

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